RTL Group steht vor einem entscheidenden Monat: Morgen, am 12. März, veröffentlicht der Medienkonzern seine Jahreszahlen für 2025 – und das mitten in einem laufenden EU-Prüfverfahren zur geplanten Übernahme von Sky Deutschland. Zwei Ereignisse, die gemeinsam die strategische Richtung der kommenden Jahre bestimmen dürften.

Die Sky-Deutschland-Übernahme im Regulierungscheck

RTL hat die geplante Übernahme von Sky Deutschland am 27. Februar 2026 bei der EU-Kommission zur Fusionskontrolle angemeldet. Bis zum 8. April muss Brüssel entscheiden. Das Ziel: eine kombinierte Streaming-Plattform mit rund 11,5 Millionen zahlenden Abonnenten in Deutschland, Österreich und der Schweiz – nach eigenen Angaben die drittgrößte ihrer Art in dieser Region.

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Der eigentliche strategische Kern des Deals sind Sportrechte. Sky Deutschland hält die exklusiven Übertragungslizenzen für die Bundesliga und die Formel 1 – Inhalte, die RTL+ bislang fehlen. Der Kaufpreis beläuft sich auf 150 Millionen Euro in bar, zuzüglich einer erfolgsabhängigen Komponente, die an den RTL-Aktienkurs geknüpft ist. Verkäufer ist der US-Konzern Comcast.

Es ist die größte Transaktion in der Geschichte von RTL Group seit der Gründung im Jahr 2000. Der kombinierte Pro-forma-Umsatz beider Unternehmen lag 2024 bei 4,6 Milliarden Euro, rund 45 Prozent davon aus Abonnements.

Phase I oder Phase II?

Die entscheidende Frage ist, ob die EU-Kommission den Deal in der ersten Prüfphase durchwinkt oder in ein aufwendigeres Phase-II-Verfahren überführt. Letzteres würde die Zeitplanung erheblich verzögern und möglicherweise strengere Auflagen für den Zugang zu Premium-Inhalten nach sich ziehen. RTL zeigt sich gesprächsbereit gegenüber den Brüsseler Behörden und rechnet mit einer Genehmigung noch im ersten Halbjahr 2026.

Führungswechsel und Synergieziele

Zur Komplexität des Moments trägt auch ein bevorstehender Führungswechsel bei: Im Mai 2026 übernimmt Clément Schwebig den CEO-Posten von Thomas Rabe, der die strategische Neuausrichtung – inklusive des Verkaufs der Ländertöchter in den Niederlanden und Belgien sowie der Sky-Akquisition – vorbereitet hat. Die operative Umsetzung liegt damit in den Händen seines Nachfolgers. Das integrierte Unternehmen soll von Stephan Schmitter, dem aktuellen CEO von RTL Deutschland, geführt werden.

Management und Analysten kalkulieren mit jährlichen Kosteneinsparungen von rund 250 Millionen Euro – allerdings erst ab dem dritten Jahr nach Abschluss der Transaktion. Die Synergien sollen vor allem aus der Konsolidierung von IT, Verwaltung, Content-Einkauf und Marketing entstehen.

Dividende und Kursentwicklung

Auf der Einkommensseite bietet RTL derzeit eine Dividendenrendite von rund 7,1 Prozent, basierend auf einer Ausschüttung von 2,50 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2024. Die Aktie notiert aktuell knapp unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt und hat seit Jahresbeginn kaum Boden gewonnen – der Markt wartet offensichtlich auf konkrete Signale.

Die Jahreszahlen morgen und die EU-Entscheidung bis Anfang April werden zeigen, ob RTL die Erwartungen an seine Konsolidierungsstrategie einlösen kann. Besonders im Fokus: die Profitabilität des Streaminggeschäfts, nachdem das Management nach den ersten neun Monaten 2025 die Jahresprognose bereits nach unten korrigiert hatte.

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