Der klassische Fernsehmarkt schrumpft, aber die RTL Group hat ein wirksames Gegenmittel etabliert. Mit einem gezielten Ausbau des Streaming-Angebots und stark wachsenden digitalen Werbeeinnahmen federt der Medienkonzern die Rückgänge im linearen TV ab. Die Bilanz für das abgelaufene Jahr 2025 zeigt nun, dass dieser strategische Umbau nicht nur Umsatz bringt, sondern sich auch zunehmend rechnet.

Im vergangenen Jahr entpuppte sich das Streaming-Geschäft als zentraler Wachstumsmotor. Die Zahl der zahlenden Abonnenten kletterte um 19 Prozent auf 8,1 Millionen, was die entsprechenden Einnahmen auf 509 Millionen Euro trieb. Gleichzeitig sanken die Anlaufverluste in diesem Segment deutlich von zuvor 137 Millionen auf nur noch 47 Millionen Euro. Bereits im vierten Quartal 2025 kratzte die Sparte an der Gewinnschwelle. Parallel dazu legten die digitalen Werbeerlöse um fast 28 Prozent zu. Diese Zuwächse waren zwingend notwendig, um das Minus von sieben Prozent im klassischen TV-Werbegeschäft auszugleichen.

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Milliardengewinn und hohe Dividende

Operativ lieferte RTL im Rahmen der Erwartungen ab. Das bereinigte EBITA lag bei 661 Millionen Euro und traf damit exakt die Prognosen des Managements. Unter dem Strich stand jedoch ein außergewöhnlicher Gewinnsprung auf 1,03 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür war in erster Linie der lukrative Verkauf von RTL Nederland, der rund 1,1 Milliarden Euro in die Kassen spülte.

Anleger profitieren von diesem Kapitalzufluss direkt: Die Geschäftsführung schlägt eine Dividende von 5,50 Euro je Aktie vor, was mehr als einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahr (2,50 Euro) entspricht. Zusätzlich soll das laufende Aktienrückkaufprogramm nach der Ausschüttung fortgesetzt werden. Diese positive fundamentale Entwicklung spiegelt sich auch am Kapitalmarkt wider. Mit einem aktuellen Kurs von gut 37 Euro notiert das Papier nur knapp unter seinem im Februar erreichten 52-Wochen-Hoch.

Ausblick auf das laufende Jahr

Für das Jahr 2026 rechnet RTL mit einer weiteren operativen Verbesserung. Das bereinigte EBITA soll auf rund 725 Millionen Euro steigen, während der Gesamtumsatz wieder auf Wachstumskurs einschwenken und zwischen 6,1 und 6,2 Milliarden Euro landen soll. Das Streaming-Geschäft soll in diesem Jahr endgültig die Profitabilität erreichen und Umsätze von bis zu 650 Millionen Euro beisteuern.

Ein entscheidender strategischer Faktor für die weitere Expansion ist die geplante Übernahme des Pay-TV-Anbieters Sky Deutschland. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Halbjahr 2026 erwartet, sofern die EU-Kommission die noch ausstehende kartellrechtliche Freigabe erteilt. Gelingt die Integration, baut RTL seine Position im europäischen Streaming-Wettbewerb erheblich aus.

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