RTL Group hat heute seine Jahreszahlen für 2025 vorgelegt – und das Bild ist vielschichtig. Der Gesamtumsatz sank, doch das Streaming-Geschäft wächst stark, und der Konzern blickt mit konkreten Zielen nach vorne.

Streaming auf dem Weg zur Profitabilität

Der Rückgang des Gesamtumsatzes um 3,8 % auf 6,02 Milliarden Euro täuscht über die eigentliche Entwicklung hinweg. Das Streaming-Segment legte um 26,3 % auf 509 Millionen Euro zu, die Zahl der zahlenden Abonnenten stieg um 19 % auf 8,1 Millionen. Entscheidend dabei: Die operativen Verluste im Streaming schrumpften von 137 Millionen Euro im Vorjahr auf 47 Millionen Euro. Im vierten Quartal 2025 erreichte das Segment nahezu die Gewinnschwelle – für 2026 erwartet der Konzern erstmals schwarze Zahlen in diesem Bereich.

Auch das digitale Werbegeschäft entwickelte sich stark und wuchs um 27,7 % auf 517 Millionen Euro. Das federte den Umsatzrückgang bei der Produktionstochter Fremantle ab, die mit 2,04 Milliarden Euro einen Rückgang von 9,4 % verzeichnete.

Der Konzerngewinn kletterte auf 1,03 Milliarden Euro – maßgeblich getrieben durch den Verkauf von RTL Nederland für 1,1 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITA fiel dagegen leicht von 721 auf 661 Millionen Euro. Für 2026 peilt RTL ein EBITA-Wachstum von rund 10 % auf etwa 725 Millionen Euro an, als mittelfristiges Ziel gilt die Marke von einer Milliarde Euro.

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Sky Deutschland als nächster Schritt

Um dieses Ziel zu erreichen, setzt RTL auf zwei Hebel: Effizienzmaßnahmen – darunter der Abbau von rund 600 Stellen bei RTL Deutschland – und die geplante Übernahme von Sky Deutschland. Der Deal soll noch im ersten Halbjahr 2026 regulatorisch genehmigt und abgeschlossen werden. RTL rechnet mit jährlichen Synergien von rund 250 Millionen Euro aus der Integration.

Parallel dazu steht ein Führungswechsel an: CEO Thomas Rabe scheidet im Mai 2026 aus, Nachfolger wird Clement Schwebig.

Die vorgeschlagene Dividende von 5,50 Euro je Aktie spiegelt den Liquiditätszufluss aus dem Verkauf der niederländischen Tochter wider. Ob der Kurs – aktuell rund 5 % unter seinem 52-Wochen-Hoch – wieder dorthin zurückfindet, hängt vor allem davon ab, wie reibungslos die Sky-Integration verläuft und ob das Streaming-Segment 2026 tatsächlich profitabel wird.

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