Rolls-Royce Aktie: SMR-Programm gewinnt Form
Rolls-Royce baut sein Kleinreaktoren-Programm konsequent aus. Mitte März erhielt das SMR-Design als erstes seiner Art die regulatorische Genehmigung im Vereinigten Königreich — und nur wenige Wochen später folgt die nächste Weichenstellung in Skandinavien.
Partnerschaft mit Studsvik stärkt europäisches Netzwerk
Am 25. März unterzeichnete Rolls-Royce SMR in Stockholm eine Absichtserklärung mit dem schwedischen Kerntechnik-Dienstleister Studsvik. Die Vereinbarung soll die Zusammenarbeit in mehreren technischen Bereichen vertiefen: Brennstoffqualifizierung, Anlagenlebensmanagement, Kerndesign sowie Unterstützung bei der regulatorischen Zulassung.
Studsvik ist dabei kein unbeschriebenes Blatt. Das Unternehmen übernahm erst kürzlich den schwedischen SMR-Projektentwickler Kärnfull Next — ein Schritt, der Studsvik vom reinen Serviceanbieter zum aktiven Akteur im Neubaugeschäft macht. Für Rolls-Royce bedeutet die Partnerschaft einen weiteren Baustein im europäischen Liefernetz für seine fabrikgefertigten Reaktormodule.
Regulatorischer Meilenstein und konkreter Standort
Die Grundlage für diesen Ausbau legte eine Entscheidung vom 13. März: Die britische Umweltministerin Emma Reynolds erteilte dem Rolls-Royce SMR-Design die regulatorische Rechtfertigung — als erstem Kleinreaktor überhaupt in Großbritannien. Die Behörden bewerteten die Klimaschutz- und wirtschaftlichen Vorteile des Designs als überwiegend gegenüber den gesundheitlichen und umweltbezogenen Risiken.
Als Standort für zunächst drei, potenziell bis zu acht SMRs wurde Wylfa auf der walisischen Insel Anglesey bestimmt. Allein der Bau soll bis zu 3.000 qualifizierte Arbeitsplätze schaffen. Der 470-Megawatt-Reaktor ist auf eine Betriebsdauer von mindestens 60 Jahren ausgelegt, wobei 90 Prozent der Fertigung unter Fabrikbedingungen erfolgt.
Der Zeitplan ist klar umrissen: Die detaillierte Bewertungsphase des britischen Generic Design Assessment soll im August 2026 abgeschlossen sein, die finale Investitionsentscheidung ist für 2029 geplant. Bislang flossen 210 Millionen Pfund an staatlicher Förderung sowie 280 Millionen Pfund privates Kapital in die Entwicklung.
Zweites Standbein: Triebwerke für Kurzstrecken
Parallel zum Nuklearprogramm sicherte sich Rolls-Royce Anfang März 64 Millionen Euro aus dem EU-Förderprogramm Clean Aviation Joint Undertaking. Die Mittel fließen in das UNIFIED-Projekt zur Entwicklung des UltraFan-30-Demonstrationstriebwerks, das deutlich geringere Treibhausgasemissionen im Kurzstreckenbereich erzielen soll. Rolls-Royce arbeitet dabei eng mit Airbus und Boeing an künftigen Narrowbody-Anforderungen.
Finanziell steht das Unternehmen auf stabilem Fundament: Für 2026 erwartet das Management einen operativen Gewinn zwischen 4,0 und 4,2 Milliarden Pfund sowie einen freien Cashflow von 3,6 bis 3,8 Milliarden Pfund. Mittelfristig peilt Rolls-Royce einen operativen Gewinn von bis zu 5,2 Milliarden Pfund an — begleitet von einem Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 7 bis 9 Milliarden Pfund für die Jahre 2026 bis 2028.
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