Nach wochenlangem Verkaufsdruck wagen sich bei dem britischen Triebwerksbauer die Käufer aus der Deckung. Ein massives Aktienrückkaufprogramm und überraschend starke Gewinnprognosen bilden aktuell das Gegengewicht zu einer angeschlagenen Charttechnik. Die jüngste Gegenbewegung zeigt, dass Investoren die starken Fundamentaldaten nicht länger ignorieren wollen.

Gewinnsprung und Milliarden-Rückkauf

Das Fundament für das wiedererwachte Interesse lieferten die jüngsten Geschäftszahlen. Der operative Gewinn kletterte im abgelaufenen Jahr um 41 Prozent auf 3,46 Milliarden Pfund. Angetrieben wurde dieses Wachstum vor allem durch das lukrative Wartungsgeschäft in der zivilen Luftfahrt sowie verbesserte Vertragsbedingungen.

Zusätzlich kündigte das Management ein historisches Kapitalrückgabeprogramm an. Bis 2028 sollen eigene Papiere im Wert von bis zu 9 Milliarden Pfund erworben werden. Damit übertraf das Unternehmen die Markterwartungen deutlich und legte eines der größten Rückkaufprogramme in der britischen Unternehmensgeschichte auf.

Auch der Blick nach vorn fällt optimistisch aus. Für das laufende Jahr 2026 peilt Rolls-Royce nun einen operativen Gewinn zwischen 4,0 und 4,2 Milliarden Pfund an. Bemerkenswert ist dabei die Entwicklung der Sparte Power Systems. Hier stiegen die Auftragseingänge für Rechenzentrumsprodukte im Jahresvergleich um satte 85 Prozent.

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Charttechnik bleibt angespannt

Trotz dieser operativen Stärke hatte die Aktie in den vergangenen 30 Tagen fast zehn Prozent an Wert verloren. Aktuell sucht der Titel nach einer nachhaltigen Bodenbildung. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 13,98 Euro notiert das Papier zwar unter der wichtigen 50-Tage-Linie, kann sich aber noch über dem langfristigen 200-Tage-Durchschnitt behaupten. Überverkaufte Signale lockten zuletzt kurzfristig orientierte Händler an, die auf eine schnelle Gegenbewegung spekulierten. Analysten sind sich jedoch uneins, ob dies bereits eine echte Trendwende darstellt oder lediglich eine technische Erholung innerhalb einer Korrektur ist.

Die nächste wichtige Bewährungsprobe steht bereits im Kalender. Auf der Hauptversammlung am 30. April 2026 stimmen die Aktionäre über die Schlussdividende ab. Gleichzeitig wird das Management dort konkrete Fortschritte zur Umsetzung der laufenden Aktienrückkauf-Tranche in Höhe von 2,5 Milliarden Pfund präsentieren.

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