Obwohl Ballard Power Systems im vierten Quartal die Erwartungen übertraf und ein starkes Umsatzwachstum verzeichnete, bleibt die Wall Street auf Distanz. Unter den 14 Analysten, die den Wasserstoff-Spezialisten abdecken, findet sich aktuell keine einzige Kaufempfehlung. Der Grund für die Zurückhaltung liegt in einem rückläufigen Auftragsbestand und einer fehlenden Prognose für das laufende Jahr.

Solide Zahlen treffen auf Skepsis

Auf den ersten Blick lieferte das Unternehmen überzeugende Resultate. Im Schlussquartal lag der Verlust je Aktie mit 0,06 US-Dollar unter den erwarteten 0,07 US-Dollar. Gleichzeitig übertraf der Umsatz mit 33,28 Millionen US-Dollar die Konsensschätzungen. Auf das Gesamtjahr gerechnet kletterten die Erlöse durch Rekordauslieferungen bei den Motoren um 43 Prozent auf 99,4 Millionen US-Dollar. Zudem verzeichnete Ballard den höchsten operativen Cashflow der vergangenen zehn Jahre.

Trotz dieser operativen Fortschritte vergeben zehn Analysten lediglich eine Halteempfehlung, während vier weitere zum Verkauf raten. Jüngste Hochstufungen durch TD Securities und TD Cowen auf ein "Hold"-Rating spiegeln eher eine vorsichtige Neupositionierung als echte Überzeugung wider. Die Experten von Roth Capital verweisen explizit auf die mangelnde Sichtbarkeit beim künftigen Wachstum. Sie warten auf eine Trendwende bei den Auftragseingängen, bevor sie weiteres Aufwärtspotenzial einpreisen.

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Ungeachtet der fundamentalen Bedenken verzeichnete das Papier zuletzt einen Aufwärtstrend und legte auf 30-Tage-Sicht um gut 20 Prozent zu, womit der Titel bei einem RSI von 75,7 kurzfristig als überkauft gilt. Einige institutionelle Investoren wie HSBC Holdings und Rockefeller Capital Management nutzten das vierte Quartal sogar, um ihre Positionen leicht aufzustocken.

Fehlende Prognose belastet

Das Hauptrisiko sehen Marktbeobachter in der zukünftigen Auslastung. Die starken Auslieferungen im vierten Quartal zehrten den Auftragsbestand spürbar auf. Das 12-Monats-Auftragsbuch fiel zum Jahresende auf 53,9 Millionen US-Dollar, was einem Rückgang von rund 25 Prozent gegenüber dem dritten Quartal entspricht.

Erschwerend kommt hinzu, dass das Management aufgrund der frühen Entwicklungsphase des Wasserstoffmarktes keine konkrete Umsatz- oder Gewinnprognose für 2026 abgab. Die Zielvorgaben beschränken sich auf Betriebsausgaben von 65 bis 75 Millionen US-Dollar sowie Kapitalinvestitionen zwischen 5 und 10 Millionen US-Dollar.

Im laufenden Jahr rechnen Analysten im Durchschnitt mit einem Verlust von 0,54 US-Dollar je Aktie. Ohne eine verlässliche Umsatzplanung und bei einem schrumpfenden kurzfristigen Orderbuch warten die Investoren weiterhin auf den konkreten Beweis, dass der kommerzielle Wendepunkt für Brennstoffzellen tatsächlich erreicht ist.

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