Nokia Aktie: Spannende Fragestellungen
Nokia gewinnt Rückenwind — ausgerechnet in einem Moment, in dem die Meinungen über das Unternehmen kaum weiter auseinandergehen könnten. Während der Kurs zuletzt deutlich zulegen konnte, streiten Analysten über die Frage, ob der Aufwärtstrend auf einem soliden Fundament steht.
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Morgan Stanley erhöhte sein Kursziel für Nokia Mitte März deutlich von 6,50 auf 8,50 Euro — ein klares Vertrauensvotum. Gleichzeitig stuften gleich zwei Häuser die Aktie zurück: Arete-Analyst Richard Kramer senkte von „Buy" auf „Neutral", DNB Carnegie folgte kurz zuvor mit einem Wechsel von „Buy" auf „Hold". Auch Danske Bank vollzog denselben Schritt.
Das Meinungsbild ist damit gespalten wie selten. Im Kern dreht sich die Debatte um eine zentrale Frage: Wie schnell erholt sich das nordamerikanische Carrier-Geschäft, und kann Nokia die Impulse aus dem Optik- und Verteidigungsbereich in konkrete Ergebnisse übersetzen?
Verteidigung und Optik als Wachstumshebel
Auf der Produktseite liefert Nokia derzeit gleich zwei konkrete Argumente für die Bullen. Nokia Federal Solutions sicherte sich einen Platz im SHIELD-Rahmenvertrag des US-Raketenabwehrprogramms — ein Vehikel mit einem Gesamtvolumen von 151 Milliarden Dollar, über das künftige Einzelaufträge vergeben werden.
Parallel dazu stellte Nokia im März neue optische Netzwerklösungen vor, die laut Unternehmensangaben die Gesamtbetriebskosten um bis zu 70 Prozent senken sollen. Ein neuer kompakter Verstärker ermöglicht es Netzbetreibern, bis zu 40-mal mehr Dienste auf derselben Infrastruktur bereitzustellen. Das neue Multi-Rail-System soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 verfügbar sein. Der Markt für optischen Transport wuchs laut Dell'Oro Group im vergangenen Jahr um 10 Prozent, direkte Hyperscaler-Käufe sogar um 50 Prozent — Nokia zählt in diesem Segment zu den fünf größten Anbietern weltweit.
Solide Basis, aber kein Selbstläufer
Finanziell zeigt Nokia eine graduelle Verbesserung. Der Umsatz stieg 2025 auf 19,89 Milliarden Euro, nach 19,22 Milliarden im Vorjahr. Beim Kostensparprogramm hat der Konzern bis Ende des dritten Quartals 2025 bereits 0,8 Milliarden Euro eingespart — das Ziel von 1,2 Milliarden Euro soll bis Ende 2026 erreicht werden.
Die Aktie hat sich seit ihrem 52-Wochen-Tief mehr als verdoppelt und notiert aktuell knapp unter ihrem Jahreshoch. Ob die Bewertung durch das operative Geschäft gedeckt wird, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell die nordamerikanischen Netzbetreiber ihre Investitionsbudgets hochfahren — und ob Nokia die laufenden Produktinitiativen termingerecht in Umsatz verwandelt.
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