Rolls-Royce Aktie: Mond-Pläne auf Eis
Rolls-Royce stoppt sein Programm für einen Mini-Kernreaktor auf dem Mond – nach drei Jahren Entwicklung und 9 Millionen Pfund Steuergeld. Gleichzeitig läuft das 200-Millionen-Pfund-Aktienrückkaufprogramm weiter. Am 26. Februar folgen die Jahreszahlen.
Mondmission gescheitert
Das britische Luft- und Raumfahrtunternehmen hat ein steuergeldfinanziertes Projekt gestoppt, das einen nuklearen Mini-Reaktor auf den Mond bringen sollte. Der Reaktor war auf eine Leistung von bis zu 100 Kilowatt ausgelegt – genug für Dutzende Haushalte auf der Erde.
Die britische Raumfahrtagentur hatte das Programm vor drei Jahren angekündigt, um die "Grundlage für eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Mond" zu schaffen. Doch nachdem die Regierungsverträge im vergangenen Sommer ausliefen und keine potenziellen Startpartner in Sicht waren, kam das Projekt zum Erliegen.
Das Timing könnte kaum ungünstiger sein: Die USA treiben ihre eigenen Mondpläne voran. NASA und das US-Energieministerium wollen bis Ende des Jahrzehnts ein nukleares Spaltungsmodul auf den Mond bringen – Budget: bis zu 3 Milliarden Dollar. Die Ausschreibung ist voraussichtlich auf amerikanische Unternehmen beschränkt. Lockheed Martin und das von Amazon unterstützte X-energy haben bereits Pilotstudien für die NASA durchgeführt.
Rolls-Royce bleibt damit außen vor. Lediglich die US-Tochter LibertyWorks arbeitet weiterhin mit der NASA an einem Stromwandler, der nukleare Energie in einer künftigen Mondbasis in Elektrizität umwandeln könnte.
Aktienrückkauf läuft planmäßig
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Während das Mondprojekt pausiert, setzt Rolls-Royce sein 200-Millionen-Pfund-Rückkaufprogramm fort. Das Programm startete am 2. Januar 2026 und soll spätestens am 24. Februar abgeschlossen sein – zwei Tage vor Veröffentlichung der Jahreszahlen.
Die UBS wickelt das Programm ab, die zurückgekauften Aktien werden eingezogen. Im November 2025 hatte Rolls-Royce bereits ein 1-Milliarde-Pfund-Rückkaufprogramm abgeschlossen. Wie viele Aktien 2026 insgesamt zurückgekauft werden, will der Vorstand mit den Jahreszahlen am 26. Februar bekanntgeben.
Kerngeschäft bleibt intakt
Das Ende der Mondambitionen ändert nichts an der irdischen Nuklearstrategie. Die britische Regierung hat Rolls-Royce als bevorzugten Bieter für den Bau kleiner modularer Reaktoren (SMR) in Großbritannien ausgewählt. In den USA durchläuft die SMR-Technologie des Konzerns derzeit das Zulassungsverfahren.
2024 erzielte Rolls-Royce einen bereinigten Umsatz von 17,8 Milliarden Pfund und einen bereinigten Betriebsgewinn von 2,46 Milliarden Pfund. Die vollständigen Zahlen für 2025 folgen in drei Wochen.
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