Die Quartalszahlen von Microchip Technology fallen besser aus als erwartet – doch der Ausblick versetzt Anleger in Sorge. Der Chipkonzern aus Arizona kämpft mit den Folgen einer globalen Speicherchip-Knappheit, die nun die gesamte Halbleiterbranche erfasst.

Zahlen schlagen Erwartungen

Am gestrigen Donnerstag legte Microchip seine Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Der Umsatz kletterte um 15,6 Prozent auf 1,19 Milliarden Dollar – ein deutlicher Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,44 Dollar und übertraf damit die Analystenschätzung von 0,41 Dollar.

Die Bruttomarge verbesserte sich auf 60,5 Prozent, die operative Marge erreichte 28,5 Prozent. Nach einem Verlust im Vorjahr schwang das Unternehmen zurück in die Gewinnzone: 34,9 Millionen Dollar Nettogewinn standen unter dem Strich.

CEO Steve Sanghi zeigte sich zufrieden: „Wir sehen eine Erholung in den meisten unserer Endmärkte." Das Unternehmen verzeichnete starke Nachfrage aus den Bereichen Industrie, Rechenzentren und Luft- und Raumfahrt. Die Dividende wurde auf 45,5 Cent je Aktie festgesetzt, zahlbar am 10. März.

Memory-Mangel trübt Perspektive

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Doch die Euphorie währte kurz. Für das laufende vierte Quartal prognostiziert Microchip ein bereinigtes Ergebnis von nur etwa 0,40 Dollar je Aktie – deutlich unter der Markterwartung von 0,48 Dollar. Die Umsatzprognose von 1,24 bis 1,28 Milliarden Dollar liegt zwar im Rahmen, doch die Gewinnwarnung schockierte.

Der Grund: Eine globale Knappheit bei Speicherchips setzt der Elektronikbranche massiv zu. Smartphone-Hersteller und PC-Produzenten können ihre Geräte nicht fertigstellen und streichen Bestellungen bei Zulieferern wie Microchip. Die Lieferkettenprobleme treffen damit die gesamte Halbleiterindustrie.

Die Aktie reagierte prompt. Im nachbörslichen Handel sackte der Kurs um mehr als 5 Prozent ab. Anleger sorgen sich, dass die Memory-Krise länger anhält als zunächst angenommen. Trotz der aktuell guten operativen Performance bleibt die hohe Verschuldung von Microchip ein Belastungsfaktor – das Verhältnis von Schulden zu Gewinn liegt bei 4,18.

Microchip hatte im dritten Quartal 26 Millionen Dollar Schulden abgebaut und 246,1 Millionen Dollar an die Aktionäre ausgeschüttet. Doch bei 141 profitablen Quartalen in Folge steht das Unternehmen nun vor der Herausforderung, die externe Krise zu meistern.

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