Novo Nordisk Aktie: Zwischen Kaufchance und Unsicherheit
Die Novo Nordisk-Aktie durchlebt turbulente Zeiten. Nach einem spektakulären Start mit der weltweit ersten GLP-1-Pille gegen Adipositas folgte ein herber Dämpfer: Der Ausblick für 2026 schockte den Markt. Analysten reagieren mit drastischen Kurszielkürzungen – doch genau das könnte für Langfrist-Investoren interessant werden.
Enttäuschender Ausblick drückt auf die Stimmung
Der dänische Pharmakonzern hat für 2026 eine Umsatzprognose vorgelegt, die Anleger nervös macht. Die Spanne reicht von minus 5 bis minus 13 Prozent – eine ungewöhnlich breite Bandbreite. Die Privatbank Berenberg senkte daraufhin ihr Kursziel von 415 auf 360 dänische Kronen, hält aber an der Kaufempfehlung fest. Analyst Kerry Holford geht von einem Umsatzrückgang um 8 Prozent aus und ordnet sich damit in der Mitte der Management-Prognose ein.
Besonders das untere Ende der Spanne bereitet Sorgen: Es würde Preisdruck bei gleichzeitiger Volumenerosion bedeuten. Holford hält dieses Szenario allerdings für eher unwahrscheinlich. Die Bewertung der Aktie bezeichnet er trotz allem als attraktiv.
Analysten-Wende bei Jefferies
Auch Jefferies hat reagiert – allerdings mit einer Hochstufung. Das Analysehaus hob die Einstufung von "Underperform" auf "Hold" an und erhöhte das Kursziel leicht von 270 auf 275 dänische Kronen. Analyst Michael Leuchten argumentiert, die Risiken hätten sich inzwischen deutlich herauskristallisiert. Den Umsatzkonsens für 2027 hält er für vernünftig, Unsicherheit sieht er allerdings noch bei den Margen.
Der gute US-Marktstart der Wegovy-Pille sorgt aus seiner Sicht für Schwung. Allerdings: Novo Nordisk müsse mit Zukäufen das Portfolio breiter aufstellen. Die jüngste Übernahme von Akero Therapeutics für bis zu 5,2 Milliarden Dollar zeigt, dass die Dänen genau das vorhaben.
Wachsende Konkurrenz durch Viking Therapeutics
Während Novo Nordisk mit internen Herausforderungen kämpft, macht ein Wettbewerber Fortschritte: Viking Therapeutics will seinen GLP-1/GIP-Kandidaten VK2735 im dritten Quartal 2026 direkt in die Phase-3-Entwicklung überführen. In einer Phase-2-Studie erzielte das Präparat eine durchschnittliche Gewichtsreduktion von bis zu 14,7 Prozent über 13 Wochen.
Die Viking-Aktie gewann nach dieser Meldung nachbörslich fast 10 Prozent. Experten sehen Viking auch als mögliches Übernahmeziel – mit Novo Nordisk als potenziellem Käufer. Die Dänen haben bereits gezeigt, dass sie Milliarden für strategische Zukäufe ausgeben.
Bernecker sieht Kaufgelegenheit
Eine andere Perspektive liefert Hans A. Bernecker: Er betrachtet die aktuelle Bewertung von 1,08 Billionen dänischen Kronen bei einem Umsatz von rund 309 Milliarden Kronen, einer Bruttorendite von 42 Prozent und einer Eigenkapitalquote von 35 Prozent als einmalige Gelegenheit. Das KGV von 14 sei attraktiv. Sein Fazit: Die Basis von 36 bis 41 Euro bleibe als Kaufzone gültig – trotz volatiler Kurse durch unterschiedliche Analystenmeinungen.
Die Novo Nordisk-Aktie verlor seit Jahresanfang 2026 rund 5,7 Prozent. Ob sich die Kaufchance bewahrheitet, hängt davon ab, wie gut der Konzern den verschärften Wettbewerb und den Preisdruck meistert.
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