Das vorzeitige Aus in der Champions League trifft Borussia Dortmund nicht nur sportlich, sondern auch finanziell schwer. Nach der Niederlage gegen Atalanta Bergamo strich das Management die Gewinnziele für das laufende Geschäftsjahr massiv zusammen. Anleger stellen sich nun die Frage, wie der Verein die fehlenden Millionenprämien ohne tiefe Einschnitte kompensieren will.

Millionenverlust statt schwarzer Zahlen

Die finanziellen Folgen des 1:4-Ausscheidens in Bergamo wiegen schwer. Da der Einzug in das Achtelfinale fest einkalkuliert war, fehlen nun garantierte Einnahmen von mindestens 11 Millionen Euro. Insgesamt rechnet der Konzern für das Geschäftsjahr 2025/26 nur noch mit Einnahmen aus europäischen Wettbewerben in Höhe von voraussichtlich 70 Millionen Euro – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den 102 Millionen Euro des Vorjahres.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BVB?

Die Konsequenz ist ein erwarteter Jahresfehlbetrag zwischen 12 und 22 Millionen Euro. Zuvor lag die Prognosespanne noch zwischen einem Verlust von 5 Millionen und einem Gewinn von 5 Millionen Euro. Dass der Verein trotz eines Rekordumsatzes von 526 Millionen Euro im vergangenen Sommer tief in die roten Zahlen rutscht, liegt vor allem an der starren Kostenstruktur. Allein in der zweiten Jahreshälfte 2025 beliefen sich die Personalkosten auf 129,3 Millionen Euro.

Aktie unter Verkaufsdruck

Der Kapitalmarkt reagierte prompt auf die Ad-hoc-Meldung vom Donnerstag. Das Papier markierte mit einem Rückfall auf 3,12 Euro den tiefsten Stand seit April 2025. Mit einem aktuellen Kurs von 3,15 Euro notiert die Aktie heute rund 23 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Mai letzten Jahres.

Zwar deutet der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 32 auf eine kurzfristig überverkaufte Situation hin, doch die fundamentale Belastung durch die Prognosesenkung bleibt bestehen. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus bereits auf über vier Prozent, womit der Titel weiterhin deutlich unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 3,50 Euro notiert.

Für die Mannschaft von Trainer Niko Kovac bleibt kaum Zeit zur Aufarbeitung, da am kommenden Wochenende bereits das Duell gegen den FC Bayern München ansteht. Sollte die Aktie die wichtige Unterstützung beim 52-Wochen-Tief von 2,91 Euro verteidigen können, wäre eine charttechnische Bodenbildung möglich. Weitere sportliche Misserfolge in der Bundesliga würden jedoch das Risiko erhöhen, dass das Jahresergebnis am unteren Rand der neuen Prognosespanne bei minus 22 Millionen Euro landet.

BVB-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BVB-Analyse vom 27. Februar liefert die Antwort:

Die neusten BVB-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BVB-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BVB: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...