Morgen legt Rolls-Royce die Jahreszahlen 2025 vor – und die Erwartungen könnten kaum höher sein. Laut einem Medienbericht plant der britische Triebwerksbauer ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 1,5 Milliarden Pfund. Das wäre eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr und ein klares Signal: Die Transformation trägt Früchte.

1,5 Milliarden Pfund für Aktionäre

Sky News berichtete am 22. Februar, dass Rolls-Royce ein neues Rückkaufprogramm im Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Pfund ankündigen könnte. Reuters konnte die Information nicht unabhängig bestätigen, das Unternehmen selbst wollte sich nicht äußern. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr hatte Rolls-Royce ein Programm über eine Milliarde Pfund aufgelegt.

Der geplante Schritt unterstreicht die stark verbesserte Cashflow-Situation des Konzerns. Nach Jahren der Restrukturierung hat sich die finanzielle Basis deutlich gefestigt.

Konsens liegt bereits über der Prognose

Rolls-Royce hatte seine Jahresziele im Juli 2025 angehoben: Der operative Gewinn soll zwischen 3,1 und 3,2 Milliarden Pfund liegen, der freie Cashflow bei 3,0 bis 3,1 Milliarden. Im November bestätigte das Management, dass die Geschäftsentwicklung im Rahmen dieser erhöhten Erwartungen verlaufe.

Die Analysten gehen mittlerweile noch weiter. Laut CNBC liegen die Konsensschätzungen bereits über der Unternehmensprognose – ein Muster, das sich bei Rolls-Royce in den vergangenen Quartalen wiederholt hat. Die Investmentbank Agency Partners schrieb in einer Kundennote, es wäre überraschend, wenn das Unternehmen seine eigene Guidance nicht leicht übertreffen würde.

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RBC Capital Markets merkte an, dass der Analystenkonsens bereits für 2026 ein operatives Ergebnis erwartet, das den Mittelfristzielbereich für 2028 erreicht. Die im Februar 2025 kommunizierten Ziele könnten damit bereits nach einem Jahr überholt sein.

Starke Halbjahreszahlen als Basis

Die hohen Erwartungen basieren auf der tatsächlichen Performance der ersten Jahreshälfte 2025. Rolls-Royce steigerte den operativen Gewinn um 50 Prozent auf 1,7 Milliarden Pfund. Die Sparte Civil Aerospace kam auf 1,2 Milliarden Pfund operativen Gewinn – ein Plus von 63 Prozent bei einer Marge von knapp 25 Prozent.

Besonders stark entwickelte sich das Aftermarket-Geschäft mit Großtriebwerken, das um 28 Prozent zulegte. Die Flugstunden im Bereich Large Engines übertrafen bereits wieder das Vor-Pandemie-Niveau. Gleichzeitig profitiert Rolls-Royce davon, dass Airbus und Boeing nicht schnell genug neue Flugzeuge ausliefern können – ältere Maschinen mit Rolls-Royce-Triebwerken bleiben dadurch länger im Einsatz.

Die Sparte Power Systems wuchs um 20 Prozent auf zwei Milliarden Pfund Umsatz. Treiber ist die Nachfrage aus dem Rechenzentrumsbereich: Der Auftragseingang in diesem Segment stieg um 85 Prozent, der Umsatz um 45 Prozent.

Verteidigung und Atomkraft als Wachstumsperspektiven

Die Defence-Sparte profitiert von steigenden Verteidigungsausgaben weltweit. Die Rolls-Royce-Aktie erreichte vergangene Woche ein Allzeithoch, nachdem bekannt wurde, dass die britische Regierung ihr Verteidigungsbudget möglicherweise schneller auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts anheben könnte.

Im Juni 2025 wählte die britische Regierung ein Konsortium unter Führung von Rolls-Royce für den Bau von drei Atomkraftwerken mit kleinen modularen Reaktoren (SMR) aus. Auch Tschechien hat sich für die Technologie entschieden, in Schweden läuft das Auswahlverfahren.

Morgen werden die Märkte genau auf drei Dinge achten: die tatsächliche Bestätigung des Rückkaufprogramms, die endgültigen Jahreszahlen im Vergleich zur angehobenen Prognose – und vor allem auf neue Mittelfristziele oder einen Ausblick für 2026. Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten bereits über 100 Prozent zugelegt.

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