Der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce hat seine Jahreszahlen für 2025 vorgelegt – und übertrifft damit die Erwartungen einmal mehr deutlich. Das Besondere: Neben Rekordgewinnen kündigte das Unternehmen das größte Aktienrückkaufprogramm seiner modernen Geschichte an. Bis zu 9 Milliarden Pfund sollen in den kommenden Jahren in eigene Aktien fließen.

Gewinn weit über Prognose

Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern kletterte 2025 auf 3,46 Milliarden Pfund – deutlich über der Analystenschätzung von 3,32 Milliarden Pfund. Der Umsatz legte um 12 Prozent auf 20,1 Milliarden Pfund zu. Damit übertraf Rolls-Royce bereits das vierte Jahr in Folge die Markterwartungen.

Die operative Marge verbesserte sich um 3,5 Prozentpunkte auf 17,3 Prozent. Verantwortlich dafür waren vor allem die Sparte Civil Aerospace mit gestiegenen Umsätzen im Ersatzteilgeschäft und optimierte Vertragskonditionen. Der freie Cashflow sprang um 25 Prozent auf 3,3 Milliarden Pfund – die Nettoverschuldung drehte ins Plus und liegt nun bei 1,9 Milliarden Pfund.

7 bis 9 Milliarden Pfund für Rückkäufe

Mit der soliden Bilanz im Rücken plant Rolls-Royce zwischen 2026 und 2028 ein Aktienrückkaufvolumen von 7 bis 9 Milliarden Pfund. Allein 2,5 Milliarden Pfund sollen noch in diesem Jahr zurückgekauft werden. Zum Vergleich: 2025 hatte das Unternehmen erstmals seit zehn Jahren überhaupt wieder Aktien zurückgekauft – damals für 1 Milliarde Pfund.

Hinzu kommt die Dividende: Mit 9,5 Pence je Aktie für 2025 zahlt Rolls-Royce erstmals seit über fünf Jahren wieder eine reguläre Ausschüttung. Die Ausschüttungsquote liegt bei 32 Prozent des Nettogewinns.

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Alle Geschäftsbereiche wachsen

Die Sparte Civil Aerospace, die Triebwerke für Airbus und Boeing liefert, steigerte den Umsatz um 15 Prozent auf 10,2 Milliarden Pfund. Der Verteidigungsbereich legte um 8 Prozent zu, während Power Systems mit einem Plus von 19 Prozent auf knapp 5 Milliarden Pfund die dynamischste Entwicklung zeigte.

Besonders auffällig: Die Auftragseingänge für Produkte im Rechenzentrumsbereich stiegen um 85 Prozent im Jahresvergleich. Das Management sieht hier enormes Potenzial durch den weltweiten KI-Boom. Zusätzlich sicherte sich die Verteidigungssparte Verträge im Wert von 1,5 Milliarden Pfund mit dem britischen und US-Verteidigungsministerium.

Prognose deutlich angehoben

Für 2026 erwartet Rolls-Royce einen operativen Gewinn zwischen 4,0 und 4,2 Milliarden Pfund – weit über der aktuellen Markterwartung von 3,65 Milliarden Pfund. Der freie Cashflow soll auf 3,6 bis 3,8 Milliarden Pfund steigen.

Noch ambitionierter fallen die mittelfristigen Ziele aus: Bis 2028 peilt das Unternehmen einen operativen Gewinn von 4,9 bis 5,2 Milliarden Pfund an, bei einer Marge von 18 bis 20 Prozent. Der freie Cashflow soll dann zwischen 5,0 und 5,3 Milliarden Pfund liegen. Diese Ziele werden nun zwei Jahre früher als ursprünglich geplant erreicht.

CEO Tufan Erginbilgic deutete zudem an, dass Rolls-Royce möglicherweise in den Markt für Triebwerke für Schmalrumpfflugzeuge zurückkehren könnte – ein Segment, das das Unternehmen bislang weitgehend gemieden hatte.

Ausblick: Transformation läuft

Mit den vorgelegten Zahlen hat Rolls-Royce seine ehrgeizigen Margenziele drei Jahre früher als geplant erreicht. Das Management sieht das Unternehmen von mehreren strukturellen Wachstumstreibern profitieren: der Erholung der kommerziellen Luftfahrt, steigenden Verteidigungsausgaben in Europa und dem Energiebedarf durch Rechenzentren. Für 2026 rechnet die Sparte Civil Aerospace mit großen Triebwerksflugstunden von 115 bis 120 Prozent des Niveaus von 2019 – gestützt durch 550 bis 600 neue Triebwerksauslieferungen.

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