DAX: Objektive Einschätzungen
Nach einem brutalen Dienstag mit einem Tagestief von 23.601 Punkten – einem Minus von 4,2 Prozent – zeigt der DAX am Mittwoch erste Lebenszeichen. Das Börsenbarometer startete mit einem Plus von 0,47 Prozent bei 23.901 Zählern und arbeitete sich im Tagesverlauf bis über die psychologisch wichtige 24.000er-Marke vor. Gegen Mittag notierte der Index bereits bei 24.100 Punkten, ein Plus von 1,4 Prozent.
Die Erholung wirkt jedoch zögerlich. Vom Allzeithoch bei 25.508 Punkten vom 13. Januar ist der Index mittlerweile rund 1.400 Punkte oder knapp 5,5 Prozent entfernt. Was steckt hinter dem verhaltenen Comeback?
Trump verspricht Schutz für Öltanker
Der Grund für die Stabilisierung: US-Präsident Donald Trump kündigte am Dienstagabend auf Truth Social an, die US-Marine werde "so bald wie möglich" Tanker durch die Straße von Hormus eskortieren. "Um jeden Preis" wolle man den freien Fluss von Energie sicherstellen. Zusätzlich ordnete er die zuständige Behörde DFC an, Risikoversicherungen und Garantien für den gesamten Seehandel in der Region anzubieten.
Diese Ankündigung sorgte zunächst für Erleichterung. In New York konnten die Indizes ihre Verluste am Vorabend deutlich reduzieren. Doch die Skepsis bleibt groß. "Der für die Märkte zentrale Aspekt ist, dass es bislang auf beiden Seiten keinerlei Anzeichen einer Deeskalation gibt", kommentierte Stratege Jim Reid von der Deutschen Bank die Lage im Nahen Osten.
Asiatische Börsen unter Schock
Ein Blick nach Fernost zeigt, wie nervös die Märkte tatsächlich sind. Weil Südkorea und Japan stark von Ölimporten aus dem Nahen Osten abhängen, brachen die dortigen Börsen am Mittwoch massiv ein. Der südkoreanische Kospi verlor zweistellig.
Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners bringt es auf den Punkt: "Bislang überzeugt der Plan, Tanker zu eskortieren, die Börsen nicht." Noch sei völlig unklar, ob sich dieser Plan überhaupt umsetzen lasse. Die Ölpreise zeigten sich unbeeindruckt und zogen nach einer kurzen Delle wieder an.
Berichte der New York Times über mögliche iranische Gesprächsangebote zur Kriegsbeendigung sorgten gegen Mittag für weiteren Auftrieb. Der Dollar gab nach, während DAX und Nasdaq-Future jeweils rund 100 beziehungsweise 70 Punkte zulegten. Ob daraus eine nachhaltige Erholung wird, bleibt abzuwarten – die Ausgangslage ist fragil.
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