Nvidia kommt mit Rückenwind in den März. Rekordzahlen und ein extrem profitables Datacenter-Geschäft setzen den Rahmen – doch die nächste wichtige Bühne steht erst noch bevor: die hauseigene GTC-Konferenz. Was könnte dort kommen, das die Erwartungen erneut verschiebt?

Rekordjahr – getragen vom Datacenter

Im vierten Quartal (bis 25. Januar 2026) meldete Nvidia einen Umsatzrekord von 68,1 Mrd. US-Dollar. Das waren 20% mehr als im Vorquartal und 73% mehr als vor einem Jahr. Auf das gesamte Geschäftsjahr 2026 gerechnet kletterte der Umsatz auf 215,9 Mrd. US-Dollar (+65%).

Auch beim Ergebnis lag Nvidia über den Schätzungen: Der bereinigte Gewinn je Aktie betrug 1,62 US-Dollar, erwartet wurden 1,53 US-Dollar. Beim Umsatz lagen die gemeldeten 68,13 Mrd. US-Dollar ebenfalls über dem Konsens von 66,21 Mrd. US-Dollar.

Der zentrale Treiber bleibt das Datacenter-Segment, aus dem inzwischen über 91% der Erlöse stammen. Im Gesamtjahr 2026 kamen hier 193,7 Mrd. US-Dollar zusammen – ein Sprung im Vergleich zu 15 Mrd. US-Dollar im Geschäftsjahr 2023.

Bemerkenswert: Trotz der Größe sind die Margen hoch. Für 2026 weist Nvidia 71% Bruttomarge, 60,6% operative Marge und 55,6% Nettomarge aus. Unterm Strich standen 120,1 Mrd. US-Dollar Nettogewinn.

Nebenkriegsschauplätze: Visualisierung stark, Gaming gemischt

Abseits des Datacenters sorgte vor allem „Professional Visualization“ für Aufmerksamkeit: 1,32 Mrd. US-Dollar Quartalsumsatz bedeuteten +159% gegenüber dem Vorjahr und deutlich mehr als die von StreetAccount genannten 755,4 Mio. US-Dollar Erwartung.

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Im Gaming wuchs der Umsatz im Jahresvergleich zwar um 47% auf 3,7 Mrd. US-Dollar, fiel aber sequenziell um 13%. Laut Analystenspekulationen könnte Nvidia dieses Jahr sogar eine neue Gaming-GPU-Generation überspringen, weil knapper Speicher die Priorität Richtung KI-Prozessoren verschiebt.

GTC 2026 als nächster Kurstreiber

Der kurzfristig wichtigste Termin ist die GTC 2026. Nvidia bestätigte am 3. März, dass die Konferenz vom 16. bis 19. März in San Jose stattfindet. Erwartet werden mehr als 30.000 Teilnehmer aus über 190 Ländern. CEO Jensen Huang hält die Keynote am Montag, 16. März, um 11 Uhr.

Inhaltlich will Nvidia KI als System aus fünf Ebenen darstellen: Energie, Chips, Infrastruktur, Modelle und Anwendungen. Am Dienstag, 17. März, folgt zudem eine eigene Q&A-Runde für Investoren und Analysten (Webcast über investor.nvidia.com).

Zusätzliche Spannung entsteht durch Berichte über einen neuen, bislang „geheimen“ Inference-Chip. Da Nvidia zuletzt „agentic AI“ als Bereich mit einem bevorstehenden Wendepunkt betont hat, könnten konkrete Hardware-Details an der GTC spürbar auf die Erwartungen wirken.

Ausblick: Prognose ohne China – Kapitalrückflüsse laufen weiter

Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 peilt Nvidia 78,0 Mrd. US-Dollar Umsatz (±2%) an. Auffällig: In dieser Prognose ist kein Datacenter-Compute-Umsatz aus China eingeplant. Gleichzeitig werden Bruttomargen von 74,9% (GAAP) bzw. 75,0% (non-GAAP) erwartet.

An die Aktionäre flossen im Geschäftsjahr 2026 insgesamt 41,1 Mrd. US-Dollar über Aktienrückkäufe und Dividenden zurück; unter der Rückkauf-Ermächtigung waren zum Quartalsende noch 58,5 Mrd. US-Dollar frei. Die nächste Quartalsdividende liegt bei 0,01 US-Dollar je Aktie und soll am 1. April 2026 an Aktionäre mit Stichtag 11. März 2026 ausgezahlt werden.

An der Börse bewegt sich die Aktie heute nur moderat, steht aber in den letzten sieben Tagen spürbar unter Druck (aktueller Kurs: 156,06 €; 7 Tage: -5,82%). Der nächste konkrete Taktgeber ist damit klar terminiert: Am 16. März rückt Huangs GTC-Keynote in den Fokus, gefolgt von der Investorensession am 17. März.

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