Bei Rocket Lab prallen gerade zwei Geschichten aufeinander: ein Rückschlag beim Neutron-Programm und gleichzeitig robuste Fortschritte im Tagesgeschäft. Genau das sorgt für spürbare Schwankungen – und für einen Kurs, der zuletzt deutlich nachgegeben hat. Wie stark bremst der Neutron-Testfehler den Zeitplan wirklich?

  • Gestern: rund -3,3% (Tagestief 67,02 US-Dollar, Schluss nahe 69,67 US-Dollar)
  • Am Tag davor: -5,02% auf 72,03 US-Dollar (S&P 500: -0,33%)
  • Handelsvolumen gestern: 17,4 Mio. Aktien, etwa 29% unter dem Durchschnitt (24,5 Mio.)

Neutron-Rückschlag belastet die Stimmung

Der aktuelle Druck hängt vor allem mit einem Vorfall vom 21. Januar zusammen. Bei einem hydrostatischen Druckqualifikationstest riss ein Stage-1-Tank der Neutron-Rakete am Standort Wallops (Virginia). Der Test sollte die Struktur zwar an ihre Grenzen bringen, war aber nicht darauf ausgelegt, die Stufe zu zerstören.

Das Ereignis schürt Sorgen, dass sich der Erstflug von Neutron verzögert. Der war zuvor für das 1. Quartal 2026 erwartet worden. Das Unternehmen will den Zeitplan laut eigenen Angaben bei der Q4-2025-Bilanzvorlage am 26. Februar aktualisieren.

Zusätzlich kam Gegenwind aus Washington: Der US-Kongress lehnte zuletzt eine Finanzierung für NASAs Mars Sample Return ab. Damit fällt eine potenzielle Vertragschance weg, die im Markt als Größenordnung von bis zu 4 Mrd. US-Dollar beschrieben wurde – und die Unsicherheit über staatliche Raumfahrtbudgets nimmt zu.

Analysten bleiben überwiegend positiv

Trotz der Volatilität hält sich die Unterstützung von Analystenseite: Konsens ist laut MarketBeat ein „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 72,92 US-Dollar.

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Auffällig sind die jüngsten Anpassungen:
- Stifel Nicolaus: Kursziel auf 85 US-Dollar angehoben, „Buy“
- Needham & Company: Kursziel auf 90 US-Dollar erhöht, „Buy“
- Citigroup: „Market Perform“ bekräftigt
- KeyCorp: von „Overweight“ auf „Sector Weight“ abgestuft

Operativ läuft es – wichtige Termine rücken näher

Während Neutron die Schlagzeilen dominiert, liefert das Kerngeschäft weiter ab. Kürzlich absolvierte das Unternehmen seine 81. Electron-Mission – und schaffte damit den zweiten erfolgreichen Start innerhalb von zwei Wochen. Dabei wurde ein Erdbeobachtungssatellit für das Korea Advanced Institute of Science and Technology ausgesetzt.

Auch die Zahlen zeigen Wachstum: Im jüngsten Quartal lag der Umsatz bei 155,08 Mio. US-Dollar, ein Plus von 48% gegenüber dem Vorjahr. Zudem sicherte sich Rocket Lab im Dezember einen 816-Mio.-US-Dollar-Vertrag der U.S. Space Development Agency zur Entwicklung und Fertigung von 18 Raketenabwehr-Satelliten – der bislang größte Einzelauftrag.

In den kommenden Tagen richtet sich der Blick auf den 26. Februar. Dann will das Management unter anderem den Neutron-Zeitplan nach dem Tankvorfall einordnen, die Q4-2025-Zahlen vorlegen (Umsatzkonsens: 177,9 Mio. US-Dollar) und den Stand des SDA-Großprojekts erläutern. Nach einem Rückgang von rund 13,7% in einem Monat bleibt damit vor allem eines entscheidend: ob Rocket Lab Verzögerungen bei Neutron klar begrenzen kann, ohne dass das operative Momentum im restlichen Geschäft nachlässt.

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