Rocket Lab Aktie: Gegenwind nimmt zu
Der Raumfahrtkonzern Rocket Lab sieht sich derzeit gleich mehreren Herausforderungen gegenüber, die den Aktienkurs belasten. Während Gerüchte über einen Börsengang des Konkurrenten SpaceX Kapital aus dem Sektor abziehen, sorgen technische Rückschläge beim Neutron-Raketenprogramm für zusätzliche Verunsicherung. Ist die Wachstumsstory damit gefährdet oder handelt es sich um eine gesunde Korrektur?
SpaceX-Gerüchte lösen Sektor-Rotation aus
Ein wesentlicher Treiber für den Kursrutsch von rund 5 Prozent am gestrigen Dienstag sind Spekulationen um einen möglichen Börsengang (IPO) von SpaceX. Marktbeobachter vermuten, dass Investoren Kapital umschichten, um Liquidität für eine potenzielle Beteiligung an dem von Elon Musk geführten Branchenprimus vorzuhalten. Berichte beziffern eine mögliche Bewertung von SpaceX auf über 1,5 Billionen Dollar. Dieser Rotationsdruck führte in den letzten Wochen bereits zu zweistelligen Kursrücksetzern bei verschiedenen Satelliten- und Launch-Dienstleistern.
Technische Probleme und Budgetkürzungen
Neben dem Wettbewerbsdruck belasten hausgemachte Faktoren die Stimmung. Ein Riss im Stufe-1-Tank während der Qualifikationstests für die Neutron-Rakete Ende Januar weckt Ängste vor Verzögerungen bei diesem für das Unternehmen kritischen Trägersystem.
Zusätzlich drückt die politische Entscheidung des US-Kongresses auf den Kurs, die Finanzierung für eine geplante Mars-Mission im Jahr 2031 zurückzuhalten. Investoren müssen ihre Erwartungen an das langfristige Auftragspotenzial neu kalibrieren, da ein potenzieller Vertragswert von rund 4 Milliarden Dollar nun in der Schwebe hängt.
Insider nutzen hohe Kurse
Für zusätzliche Nervosität sorgen massive Insider-Verkäufe. Finanzvorstand Adam C. Spice veräußerte Anfang Januar Aktien im Wert von rund 103 Millionen Dollar und reduzierte seinen direkten Anteil damit fast um die Hälfte. Insgesamt trennten sich Insider in den letzten drei Monaten von Papieren im Wert von etwa 272 Millionen Dollar – ein Volumen, das Fragen zur kurzfristigen Bewertung aufwirft.
Charttechnik und Analystenmeinung
Mit einem Schlusskurs von 72,03 Dollar notiert das Papier nun gut 11 Prozent unter der kurzfristigen 20-Tage-Linie, hält sich aber noch über dem 50-Tage-Trend. Trotz der aktuellen Schwäche und des Verkaufsdrucks bleiben Analysten überwiegend konstruktiv. Der Konsens lautet weiterhin „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 72,92 Dollar, was allerdings kaum noch Aufwärtspotenzial zum aktuellen Kursniveau bietet.
Der Fokus aller Marktteilnehmer richtet sich nun auf den 26. Februar 2026. Bei der anstehenden Quartalsvorstellung muss das Management nicht nur das prognostizierte Umsatzwachstum von 34 Prozent auf 177,9 Millionen Dollar bestätigen, sondern vor allem einen belastbaren Zeitplan für das Neutron-Programm vorlegen, um die aktuelle Unsicherheit zu beseitigen.
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