Rocket Lab hat zuletzt viel Vertrauen aufgebaut – doch jetzt rückt eine unbequeme Frage in den Vordergrund: Wie belastbar ist der Zeitplan für die neue Neutron-Rakete? Genau diese Unsicherheit hat die Stimmung gedreht. Gleichzeitig sorgt ein politisches Signal aus Washington für zusätzliche Nervosität.

Neutron-Zwischenfall trifft den Nerv der Anleger

Auslöser der jüngsten Schwäche war eine Meldung aus dem Januar: Bei Qualifikationstests platzte ein Stage-1-Tank im Werk in Long Beach (Kalifornien). Das Unternehmen betonte, solche Ergebnisse seien in Entwicklungsprogrammen nicht ungewöhnlich. Am Markt zählt aber vor allem der mögliche Effekt auf den Zeitplan des Neutron-Erstflugs – und damit auf die mittelfristige Wachstumsstory.

Immerhin: Laut Rocket Lab gab es keine Schäden an umliegenden Anlagen, und ein Ersatz-Tank befindet sich bereits in Produktion. Ein aktualisierter Zeitplan soll in der Q4-Telefonkonferenz am 26. Februar 2026 kommen. Bis dahin bleibt vieles Warteschleife – und genau das mögen Anleger selten.

Washington liefert Gegenwind

Zusätzlichen Verkaufsdruck brachte eine Entscheidung des US-Kongresses: Die Finanzierung einer geplanten Mars-Probenrückholmission für 2031 wurde abgelehnt. Das hat Sorgen über die langfristige Planbarkeit staatlicher Weltraum-Ausgaben wieder aufflammen lassen – ein Thema, das bei Auftragnehmern im Space-Sektor schnell auf die Bewertung drückt.

Analysten bleiben vergleichsweise gelassen

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Trotz der Korrektur bleibt der Analysten-Konsens grundsätzlich konstruktiv. Mehrere Häuser ordnen den Neutron-Testvorfall als typisches Entwicklungsrisiko ein, nicht als strukturelles Problem. Genannt werden unter anderem:

  • Konsens-Rating: „Moderate Buy“
  • Kursziel (Konsens): rund 73 USD, deutlich höher als noch vor drei Monaten (damals ca. 57 USD)
  • Einzelstimmen: Bank of America bestätigte ein „Buy“, TD Cowen verwies auf die bereits laufende Fertigung von Ersatz-Hardware

Operativ solide, aber der Zeitplan entscheidet

Operativ liefert Rocket Lab weiter: Ende Januar absolvierte das Unternehmen seine 81. Electron-Mission und brachte den Erdbeobachtungssatelliten NEONSAT-1A (KAIST) in den Orbit. Zudem meldete Rocket Lab den bislang größten Einzelauftrag: 816 Mio. USD von der U.S. Space Development Agency für Entwicklung und Bau von 18 Satelliten (Auslieferungen bis 2029).

Am Markt zeigt sich trotzdem, wie stark aktuell ein Punkt alles überstrahlt: Neutron. In den bereitgestellten Kursdaten spiegelt sich das in der jüngsten Abwärtsphase wider – die Aktie liegt in den vergangenen 30 Tagen rund 21% im Minus.

Unterm Strich läuft das Tagesgeschäft, und der Auftragsbestand bekommt Rückenwind. Die nächste Richtungsmarke setzt aber das Management am 26. Februar: Kommt ein glaubwürdiges Neutron-Update inklusive belastbarer Timeline, dürfte das für die Bewertung wieder wichtiger werden als der kurzfristige politische Gegenwind.

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