Rocket Lab Aktie: Richtungssuche nach Rückschlag
Rocket Lab erlebt derzeit turbulente Tage an der Börse. Während ein gigantischer Regierungsauftrag die Bücher füllt, sorgen technische Probleme bei der Entwicklung der neuen Neutron-Rakete für Verunsicherung. Anleger wägen nun ab: Überwiegt das langfristige Potenzial des Verteidigungsgeschäfts oder belasten die Verzögerungen beim nächsten großen Trägersystem den Kurs?
Dämpfer beim Neutron-Programm
Ein Vorfall am 21. Januar drückt auf die Stimmung: Während eines hydrostatischen Drucktests in Maryland versagte die Struktur der ersten Stufe der neuen Neutron-Rakete. Zwar war der Test darauf ausgelegt, das Material an seine Grenzen zu bringen, eine Zerstörung des Tanks war jedoch nicht geplant.
Das Unternehmen bestätigte, dass die Testanlagen unbeschädigt blieben und der nächste Tank bereits in der Produktion ist. Dennoch wirft das Strukturversagen Fragen zum Zeitplan auf. Analysten warten nun gespannt auf den kommenden Quartalsbericht, um zu erfahren, wie stark sich dieser Rückschlag auf den kommerziellen Start der Neutron-Rakete auswirken wird.
Rekordauftrag stützt das Geschäft
Dem technischen Rückschlag steht ein massiver kommerzieller Erfolg gegenüber. Im Dezember sicherte sich der Raumfahrtkonzern einen Auftrag über 816 Millionen Dollar von der U.S. Space Development Agency (SDA). Rocket Lab soll 18 Satelliten für das militärische Warnsystem "Tracking Layer Tranche 3" entwickeln und bauen.
Dieser Deal baut auf früheren Erfolgen auf und hebt den Gesamtwert der SDA-Verträge auf über 1,3 Milliarden Dollar. Das Management sieht zudem Potenzial für weitere Subsystem-Aufträge, die das Volumen dieses Einzelprojekts auf rund eine Milliarde Dollar anheben könnten. Dies bietet eine solide finanzielle Basis abseits des reinen Raketenstarts.
Operative Stärke trifft auf Budgetkürzungen
Im Tagesgeschäft läuft es indes rund: Am 29. Januar absolvierte die bewährte Electron-Rakete erfolgreich ihre 81. Mission und brachte einen Erdbeobachtungssatelliten ins All – der zweite Start innerhalb von nur acht Tagen.
Weniger erfreulich sind Berichte aus Washington. Der US-Kongress verweigerte die Finanzierung für eine geplante Mars-Rückholmission im Jahr 2031. Damit entfällt für Rocket Lab eine prestigeträchtige Chance, an diesem hochkarätigen Programm teilzunehmen, was zusätzlichen Verkaufsdruck auf die Aktie ausübte.
Finanzlage und Ausblick
Finanziell steht das Unternehmen stabil da. Mit Barmitteln von rund 977 Millionen Dollar bei einer Gesamtverschuldung von 517 Millionen Dollar ist ausreichend Liquidität vorhanden. Das Umsatzwachstum von 48 Prozent im dritten Quartal 2025 unterstreicht die Wachstumsdynamik.
Der entscheidende Termin für Anleger ist der 26. Februar 2026. Nach Börsenschluss wird das Management die Zahlen für das vierte Quartal vorlegen. Im Fokus steht dabei weniger der Rückblick, sondern der aktualisierte Zeitplan für das Neutron-Programm und der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr.
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