Die Aktie von Rocket Lab kennt derzeit kein Halten und jagt von einem Hoch zum nächsten. Nun erhält der Raumfahrtkonzern prominente Unterstützung direkt aus dem Pentagon, die den strategischen Wert des Unternehmens für die USA unterstreicht. Doch während Verteidigungsminister Pete Hegseth die Produktion als Eckpfeiler der nationalen Sicherheit lobt, wächst an der Börse die Fallhöhe: Kann das operative Wachstum die extrem ambitionierte Bewertung noch rechtfertigen?

Politischer Rückenwind aus Washington

Der jüngste Kursanstieg wird fundamental durch einen hochrangigen Besuch am Unternehmenssitz in Long Beach gestützt. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth inspizierte am vergangenen Freitag die Produktionshallen und bezeichnete Rocket Lab als „Motor des neuen Arsenals der Freiheit“.

Diese Symbolik ist für Investoren entscheidend. Der Besuch signalisiert, dass die US-Regierung Rocket Lab nicht mehr nur als Nischenanbieter, sondern als zentralen Bestandteil der industriellen Verteidigungsbasis betrachtet. Hegseths Aussage, dass die Regierung Unternehmen den Rücken stärken werde, die schnell und skalierbar liefern, wird am Markt als klare Abkehr von bürokratischen Hürden und als Zusage für künftige Aufträge interpretiert.

Rekordauftrag als Fundament

Das politische Lob folgt auf handfeste wirtschaftliche Fakten. Erst im Dezember sicherte sich Rocket Lab einen Vertrag der U.S. Space Force im Wert von 816 Millionen Dollar für den Bau von 18 Satelliten zur Raketenverfolgung. Es ist der größte Einzelauftrag in der Firmengeschichte.

Besonders relevant für die langfristige Perspektive: Das Gesamtvolumen dieses Programms könnte sich durch Zusatzleistungen wie Solarlösungen und Software auf bis zu 1,8 Milliarden Dollar erhöhen. Diese Auftragsflut bestätigt die Strategie, sich vom reinen Startdienstleister zum umfassenden Weltraum-Konzern zu wandeln.

Analysten und Institutionen ziehen mit

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Die Kombination aus Regierungsaufträgen und politischer Unterstützung treibt auch die Erwartungen an der Wall Street. Mehrere Analysehäuser haben ihre Kursziele nach oben korrigiert:

  • Needham: Kurszielanhebung von 63 auf 90 US-Dollar („Buy“)
  • Stifel: Anhebung auf 85 US-Dollar
  • Baird: Hochstufung auf „Strong Buy“

Parallel dazu setzen institutionelle Anleger weiter auf das Papier. Jüngste Einreichungen zeigen, dass Adressen wie die Bay Colony Advisory Group ihre Positionen ausbauen, was den Aufwärtstrend zusätzlich stabilisiert.

Bewertung und technische Lage

Trotz der positiven Nachrichtenlage mahnt die Bewertung zur Vorsicht. Das Unternehmen wird derzeit mit dem über 79-fachen des Umsatzes bewertet, während die Gewinnschwelle nach Analystenschätzungen noch mindestens zwei Jahre entfernt liegt. Auch technische Indikatoren deuten auf eine Überhitzung hin.

Die wichtigsten Marktdaten im Überblick:

  • Kursentwicklung 12 Monate: +211,03 %
  • Kursentwicklung YTD: +11,66 %
  • Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt: +85,27 %
  • RSI (14 Tage): 85,1 (stark überkaufter Bereich)
  • Volatilität: 94,80 % (hoch)

Ausblick: Neutron-Rakete als nächster Meilenstein

Der entscheidende Katalysator für die kommenden Wochen ist der geplante Fortschritt bei der Neutron-Rakete. Das Management plant, die wiederverwendbare Trägerrakete noch im laufenden ersten Quartal auf die Startrampe zu bringen. Ein Erfolg dieses Projekts ist essenziell, um die hohen Bewertungsaufschläge zu rechtfertigen, da die kleinere Electron-Rakete allein nicht genug Gewinnmarge generiert. Anleger blicken nun gespannt auf den 26. Februar 2026: An diesem Tag wird Rocket Lab die Finanzergebnisse für das vierte Quartal vorlegen und zeigen müssen, ob sich die Verluste weiter verringern lassen.

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