Rocket Lab lieferte Ende Februar 2026 eine Mischung aus Rekordergebnissen und einem herben Rückschlag: Das Unternehmen meldete Bestmarken bei Umsatz und Auftragsbestand, startete erfolgreich seine siebte Hyperschall-Mission – verschob aber gleichzeitig den Erstflug seiner Neutron-Rakete auf Q4 2026. Die Aktie reagierte mit spürbarer Volatilität.

Siebter HASTE-Erfolg in Folge

Am 27. Februar 2026 hob die HASTE-Rakete von Rocket Lab erneut ab, diesmal vom Launch Complex 2 auf Wallops Island in Virginia. Die Mission „That's Not A Knife" transportierte ein Scramjet-betriebenes Testflugzeug des australischen Unternehmens Hypersonix in eine suborbitale Hyperschall-Umgebung – mehrfach schneller als Schallgeschwindigkeit.

Der Start erfolgte im Auftrag der Defense Innovation Unit des US-Verteidigungsministeriums und markierte bereits den siebten HASTE-Flug ohne einen einzigen Fehlschlag. Die 100-Prozent-Erfolgsquote unterstreicht die Zuverlässigkeit der Plattform für schnelle Hyperschall-Tests. Insgesamt verzeichnete Rocket Lab bis Ende Februar 82 Raketenstarts.

Rekordzahlen im vierten Quartal

Rocket Lab steigerte den Umsatz im Q4 2025 um 36 Prozent auf 180 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 summierte sich der Erlös auf 602 Millionen Dollar – ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Auftragsbestand kletterte um 73 Prozent auf 1,85 Milliarden Dollar. Etwa 37 Prozent davon sollen innerhalb der nächsten zwölf Monate umgesetzt werden, was dem Unternehmen solide Planungssicherheit verschafft. Für Q1 2026 stellte Rocket Lab einen Umsatz zwischen 185 und 200 Millionen Dollar in Aussicht – rund 57 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

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Trotz des Wachstums wies das Unternehmen einen GAAP-Verlust von 0,09 Dollar je Aktie aus. Die Startfrequenz erreichte 2025 mit 21 Missionen über Electron und HASTE einen neuen Jahresrekord bei 100 Prozent Erfolgsrate.

Neutron-Verzögerung belastet

Die wichtigste Nachricht für den Aktienkurs kam aus dem Neutron-Programm. Strukturelle Probleme beim Test des Haupttreibstofftanks zwangen Rocket Lab, den Erstflug der mittelgroßen Trägerrakete von der ersten Jahreshälfte 2026 auf Q4 2026 zu verschieben – eine konkrete Verzögerung von mindestens sechs Monaten.

Die Untersuchung führte den Defekt auf fehlerhafte manuelle Fertigungsprozesse eines Drittanbieters zurück. Die Verschiebung verlängert nicht nur die Entwicklungsphase, sondern erhöht auch den Kapitalbedarf in der nahen Zukunft. Alle Prognosen zu Neutrons Umsatzbeitrag und Bewertungsmodelle müssen nun nach hinten korrigiert werden.

Neue Verträge und Akquisitionen

Parallel zu den Quartalszahlen gab Rocket Lab am 26. Februar 2026 mehrere strategische Schritte bekannt:

  • Ein weiterer Multi-Launch-Vertrag mit BlackSky Technology sichert vier dedizierte Electron-Missionen.
  • Die Übernahme von Optical Support, Inc. und Precision Components Ltd. erweitert die Fertigungskapazitäten.
  • Ein Rekordauftrag über 816 Millionen Dollar von der U.S. Space Development Agency – der größte Verteidigungsauftrag in der Unternehmensgeschichte.

Kursbewegung unter Druck

Am 1. März 2026 bewegte sich die Aktie zwischen 64,10 und 69,59 Dollar. Das Handelsvolumen lag mit 25,73 Millionen Aktien deutlich über dem Durchschnitt von 16,15 Millionen. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 14,71 bis 99,58 Dollar und spiegelt sowohl den enormen Kursanstieg des vergangenen Jahres als auch die jüngste Korrektur wider.

Der Markt steht vor einem Zwiespalt: starkes Umsatzwachstum und vertiefte Verteidigungsaufträge auf der einen Seite, ein verzögertes Flaggschiff-Programm mit erheblichen Bewertungsfolgen auf der anderen. Die nächsten Quartale werden zeigen, ob Rocket Lab die Neutron-Entwicklung zurück auf Kurs bringen kann, während das operative Geschäft weiter wächst.

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