Rocket Lab liefert Zahlen, die eigentlich für Euphorie sorgen müssten: Rekordumsätze und ein prall gefüllter Auftragsbestand. Doch die Aktie steht unter Druck. Der Grund ist eine folgenschwere Verzögerung beim prestigeträchtigen Neutron-Programm, die das Vertrauen der Investoren auf die harte Probe stellt und die starken operativen Ergebnisse in den Schatten rückt.

Rückschlag für Neutron-Projekt

Die zentrale Nachricht, die das Marktgeschehen dominiert, ist die Verschiebung des Erststarts der Neutron-Rakete auf das vierte Quartal 2026. Ursache hierfür war ein geplatzter Tank der ersten Stufe während eines Tests. Das Management betont, dass es sich dabei nicht um ein grundlegendes Designproblem handelte, sondern um einen Fertigungsfehler eines externen Dienstleisters.

Ein manuelles Verfahren bei der Herstellung führte zu dem Defekt. Künftig soll eine vollautomatisierte Produktion solche Fehler ausschließen. Dennoch wiegt die erneute Verschiebung schwer. Nach mehreren Zeitplanänderungen reagiert der Markt zunehmend sensibel auf Verzögerungen, da diese die Glaubwürdigkeit des Zeitplans untergraben.

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Kostenexplosion durch Entwicklung

Für die Bilanz hat die Verzögerung direkte Folgen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten sprangen im Jahresvergleich um 55 Prozent auf über 270 Millionen Dollar. Finanzvorstand Adam Spice kündigte an, dass die Ausgaben im laufenden ersten Quartal ihren Höhepunkt erreichen dürften. Solange die Neutron-Rakete nicht in die kommerzielle Phase eintritt, fressen diese Investitionen einen Großteil der operativen Gewinne auf.

Kerngeschäft wächst massiv

Abseits der Neutron-Sorgen läuft das bestehende Geschäft beeindruckend stabil. Der Jahresumsatz kletterte um 38 Prozent auf 602 Millionen Dollar. Besonders die Profitabilität im etablierten Geschäft verbesserte sich: Die Bruttomarge stieg im vierten Quartal auf 44,3 Prozent, getrieben durch lukrative Aufträge im Bereich Raumfahrtsysteme.

Der Auftragsbestand explodierte förmlich um 73 Prozent auf 1,85 Milliarden Dollar. Ein Großauftrag der Space Development Agency über 816 Millionen Dollar sowie neue Verträge mit Kunden wie BlackSky untermauern die starke Marktposition. Auch im Verteidigungssektor fasst das Unternehmen Fuß: Das Hyperschall-Programm HASTE verzeichnete kürzlich den siebten erfolgreichen Start in Folge und behält damit seine weiße Weste.

Ausblick

Mit Barreserven von rund 829 Millionen Dollar ist Rocket Lab finanziell solide aufgestellt, um die investitionsintensive Phase bis zum geplanen Neutron-Start zu überbrücken. Für das laufende erste Quartal stellt das Management einen Umsatz zwischen 185 und 200 Millionen Dollar in Aussicht. Die entscheidende Variable für die weitere Kursentwicklung bleibt jedoch die Termintreue: Nur wenn der Starttermin Ende 2026 diesmal hält, dürfte das Vertrauen der Anleger nachhaltig zurückkehren.

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