Die Aktie von Lynas Rare Earths gehörte in den vergangenen zwölf Monaten zu den absoluten Überfliegern an der Börse. Doch nun mehren sich die Warnzeichen: Trotz der strategischen Bedeutung im Sektor für Seltene Erden stuft ein Analyst das Papier auf "Verkaufen" herab. Der Grund sind nicht nur Bewertungssorgen nach der massiven Rally, sondern handfeste operative Probleme, die die Produktion bremsen.

Warnung vor Ausführungsrisiken

Bell Potter Securities hat eine klare Verkaufsempfehlung für den australischen Konzern ausgesprochen. Analyst Christopher Watt verwies in seiner Einschätzung auf "erhöhte Ausführungsrisiken", die das positive langfristige Szenario kurzfristig überlagern. Obwohl Lynas als wichtiger Akteur außerhalb Chinas strategisch gut positioniert ist, sieht der Experte die aktuelle Bewertung kritisch.

Ein zentraler Kritikpunkt ist die extreme Volatilität der Aktie, die nach einem Anstieg von fast 7 AUD auf über 21 AUD im Oktober 2025 zuletzt wieder deutlich korrigierte. Zudem bemängelt Watt die fehlende Dividendenpolitik. Im Gegensatz zu vielen anderen Bergbauunternehmen im ASX 200 bietet Lynas seinen Aktionären kein passives Einkommen, was die Attraktivität in unsicheren Marktphasen schmälert.

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Produktionsprobleme belasten

Die Skepsis der Analysten wird durch die jüngsten Zahlen zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 untermauert. Zwar konnte Lynas den Umsatz dank deutlich gestiegener Verkaufspreise um 43 Prozent steigern, doch die Produktionsseite offenbart Schwächen. Die Gesamtproduktion an Seltenerdoxiden brach gegenüber dem Vorquartal um 40 Prozent ein.

Verantwortlich für diesen Rückgang waren vor allem technische Störungen. Wiederholte Stromausfälle in der Verarbeitungsanlage im australischen Kalgoorlie sowie geplante Wartungsarbeiten am Standort in Malaysia drosselten den Output massiv. Besonders die Produktion von Neodym und Praseodym (NdPr), die essenziell für Magnete in Elektrofahrzeugen sind, fiel um rund 30 Prozent.

Konkurrenz und Ausblick

Das Unternehmen arbeitet unter Hochdruck an Lösungen für die Energieversorgung in Kalgoorlie, unter anderem durch den Einsatz von Dieselgeneratoren. Gleichzeitig wächst der Wettbewerbsdruck: US-Konkurrent USA Rare Earth sicherte sich im Januar staatliche Förderungen in Milliardenhöhe, was den Kampf um Marktanteile verschärfen dürfte.

Für Anleger liegt der Fokus in den kommenden Monaten auf der operativen Stabilität. Die Aktie, die auf Zwölf-Monats-Sicht immer noch mit über 120 Prozent im Plus notiert, muss beweisen, dass die technischen Probleme in Australien dauerhaft gelöst werden können. Solange die Produktionsausfälle anhalten und die Abhängigkeit von volatilen Rohstoffpreisen hoch bleibt, dürfte das Aufwärtspotenzial kurzfristig begrenzt sein.

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