Rio Tinto richtet seine Zukunftsstrategie neu aus. Während der Bergbaukonzern in Papua-Neuguinea ein frisches Kupfer- und Goldprojekt startet, wird das Budget für die eigene Dekarbonisierung deutlich zusammengestrichen. Statt Milliarden in interne grüne Projekte zu pumpen, setzt das Management künftig auf externe Partner. An der Börse wird diese Kombination aus Kostendisziplin und gezielten Rohstoffinvestitionen positiv aufgenommen, was der Aktie heute ein Plus von gut drei Prozent auf 73,70 Euro bescherte.

Einstieg in Papua-Neuguinea

Um sich den Zugriff auf vielversprechende Kupfer- und Goldvorkommen zu sichern, hat der Konzern heute ein Joint Venture mit LCL Resources geschlossen. Im Fokus steht das Ono-Projekt in Papua-Neuguinea. Für eine anfängliche Beteiligung von 51 Prozent investiert Rio Tinto acht Millionen Australische Dollar in Explorationsarbeiten und Bohrungen. Gelingt der Nachweis ausreichender Ressourcen, kann der Anteil durch weitere Zahlungen und Investitionen von bis zu 40 Millionen Dollar auf 80 Prozent ausgebaut werden.

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Weniger Budget, mehr Outsourcing

Parallel zur klassischen Rohstoffexpansion baut das Unternehmen seine Klimaabteilung um. Das bisher geplante Dekarbonisierungsbudget von fünf bis sechs Milliarden US-Dollar schrumpft auf ein bis zwei Milliarden Dollar bis zum Jahr 2030. Das Ziel, die Emissionen im selben Zeitraum zu halbieren und 90 Prozent der weltweiten Anlagen mit erneuerbaren Energien zu betreiben, bleibt bestehen.

Um diesen Spagat zu schaffen, verlagert Rio Tinto die Verantwortung. Die Umrüstung energieintensiver Anlagen fällt nun direkt in den Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Sparten, wie etwa dem Aluminium- und Lithium-Team. Entscheidungen sollen so näher an das operative Geschäft rücken.

Der geringere finanzielle Eigenaufwand erklärt sich durch eine veränderte Herangehensweise. Anstatt eigene grüne Infrastruktur aufzubauen, schließt der Bergbaugigant verstärkt Verträge mit externen Erneuerbare-Energien-Entwicklern ab. So sichern Stromabnahmeverträge bereits den Betrieb der Boyne-Hütte in Queensland ab. Für das Tomago-Werk in New South Wales gibt es seit Ende 2025 eine Vereinbarung über subventionierten Strom von Snowy Hydro, um den 2028 auslaufenden Kohlekraftwerksvertrag zu ersetzen.

Mit der Auslagerung der Energiewende an externe Dienstleister reduziert Rio Tinto das eigene finanzielle Risiko beim Klimaschutz. Das eingesparte Kapital steht dem Konzern nun zur Verfügung, um die Erschließung neuer Kupfer- und Goldvorkommen voranzutreiben.

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