Nach einem jahrzehntelangen Rechtsstreit hat Rio Tinto einen entscheidenden juristischen Sieg errungen. Ein historischer Landtausch im US-Bundesstaat Arizona macht den Weg frei für die Erschließung einer der größten unerschlossenen Kupferminen der Welt. Während indigene Gruppen weiterhin Widerstand leisten, rückt ein zentrales strategisches Ziel des Bergbaukonzerns in greifbare Nähe.

Einigung nach zähem Ringen

Am 13. März wies ein US-Berufungsgericht die Klagen von Projektgegnern ab. Damit konnte die US-Forstbehörde den Transfer von rund 930 Hektar Bundesland an das Joint Venture Resolution Copper – an dem Rio Tinto 55 Prozent und BHP 45 Prozent halten – endgültig vollziehen. Das Areal liegt direkt über dem massiven Erzkörper nahe der historischen Magma-Mine. Im Gegenzug stellt das Bergbaukonsortium über 5.400 Hektar ökologisch und kulturell sensibles Land unter staatlichen Schutz.

Der Tausch war bereits 2005 vorgeschlagen und 2014 gesetzlich verankert worden. Jahrelange Klagen von Umweltschützern und amerikanischen Ureinwohnern hatten die Umsetzung blockiert. Die aktuelle US-Regierung treibt das Projekt nun gezielt voran, um die heimische Rohstoffförderung zu stärken und die Abhängigkeit von Importen zu verringern.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rio Tinto?

Kupfer als strategischer Treiber

Für Rio Tinto ist das Resolution-Projekt ein essenzieller Baustein der eigenen Wachstumsstrategie. Obwohl der Konzern den Großteil seiner Gewinne noch immer mit Eisenerz erwirtschaftet, liegt der zukünftige Fokus klar auf der Elektrifizierung. Bis 2030 soll die jährliche Kupferproduktion auf eine Million Tonnen steigen.

Die Mine in Arizona hat laut Rio Tinto Copper CEO Katie Jackson das Potenzial, künftig bis zu 25 Prozent des amerikanischen Kupferbedarfs zu decken. Das Material ist besonders für das US-Verteidigungsministerium unverzichtbar, was die starke politische Unterstützung auf Bundesebene erklärt. In den kommenden zwei Jahren fließen nun rund 500 Millionen US-Dollar in Bohrungen und die weitere Projektentwicklung. Am Aktienmarkt spiegelt sich die solide operative Entwicklung des Konzerns wider: Mit einem Plus von gut 12 Prozent seit Jahresbeginn zeigt der Titel eine intakte Aufwärtsdynamik, auch wenn der Kurs zuletzt leicht unter den 50-Tage-Durchschnitt von 78,86 Euro rutschte.

Letzte Hürden bleiben

Trotz des juristischen Erfolgs ist der Konflikt vor Ort nicht vollständig beendet. Eine Gruppe von Apache-Frauen plant, den Obersten Gerichtshof der USA anzurufen. Sie wollen die Zerstörung des Gebiets Oak Flat verhindern, das seit Jahrhunderten für religiöse Zeremonien genutzt wird.

Der vollzogene Landtausch ist eine zwingende Voraussetzung für den Bau der Mine, bedeutet aber noch keinen sofortigen Produktionsstart. Bevor im großen Stil Erz gefördert wird, stehen umfangreiche technische Arbeiten und weitere Genehmigungsverfahren an. Die nun freigegebenen Investitionsmittel von 500 Millionen US-Dollar markieren den konkreten Startschuss für diese nächste Entwicklungsphase.

Rio Tinto-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rio Tinto-Analyse vom 18. März liefert die Antwort:

Die neusten Rio Tinto-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rio Tinto-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rio Tinto: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...