Die Spannung hat sich aufgebaut seit Januar — morgen früh löst sie sich auf. Ocugen präsentiert am Dienstag, dem 24. März 2026, um 14 Uhr MEZ die vollständigen Daten aus der Phase-2-Studie ArMaDa für den Gentherapie-Kandidaten OCU410. Es geht um die Behandlung der geografischen Atrophie, einer fortgeschrittenen Form der trockenen Makuladegeneration.

Was die vorläufigen Daten bereits zeigten

Die im Januar veröffentlichten Zwischenergebnisse hatten die Messlatte hochgelegt: Eine 46-prozentige Reduktion des Läsionswachstums nach zwölf Monaten (p=0,015; N=23) sorgte für Aufmerksamkeit. Nun folgen die vollständigen Daten — und damit eine belastbarere Grundlage für die Bewertung des Programms.

Das Marktpotenzial ist erheblich. Allein in den USA und Europa leiden schätzungsweise zwei bis drei Millionen Menschen an geografischer Atrophie. In Europa gibt es bislang keine zugelassene Therapie, und die in den USA genehmigten Präparate zeigen kaum funktionelle Verbesserungen für Patienten. Bestehende Behandlungen erfordern zudem häufige Injektionen und erzielen trotzdem über eine Milliarde Dollar Jahresumsatz — ein Markt, den ein einmalig verabreichtes Gentherapeutikum erheblich aufmischen könnte.

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Externe Experten und regulatorischer Ausblick

Für die Präsentation hat Ocugen mehrere unabhängige Kliniker gewonnen, darunter Lejla Vajzovic von der Duke University, Jay Chhablani von der University of Pittsburgh sowie Victor H. Gonzalez vom Valley Retina Institute. Die Einbindung externer Wissenschaftler soll die Befunde breit validieren — auch mit Blick auf die geplante Phase-3-Studie, die Mitte 2026 starten soll.

Das regulatorische Jahr ist für Ocugen insgesamt dicht gefüllt. Die Enrollment-Phase der Phase-3-Studie liMeliGhT für OCU400 ist abgeschlossen, ein rollender BLA-Antrag für diesen Kandidaten bei Retinitis pigmentosa ist für das dritte Quartal 2026 geplant. Das Unternehmen hat angekündigt, innerhalb der nächsten zwei Jahre drei BLA-Einreichungen anzustreben.

Analysten und Finanzlage

Oppenheimer initiierte zuletzt die Coverage mit einem „Outperform"-Rating und einem Kursziel von 10 US-Dollar. Chardan Capital bekräftigte am 5. März sein „Buy"-Rating mit einem Ziel von 7 US-Dollar. Die Aktie notiert aktuell bei 1,80 Euro und liegt damit deutlich unter beiden Kurszielen — was zeigt, wie viel Überzeugungsarbeit die heutigen Daten leisten müssen.

Finanziell hat Ocugen zuletzt nachgebessert: Eine Kapitalerhöhung über 22,5 Millionen US-Dollar im Januar verlängerte die Liquiditätsreichweite bis ins vierte Quartal 2026, bei vollständiger Ausübung ausstehender Warrants potenziell bis ins zweite Quartal 2027. Der Jahresverlust 2025 belief sich auf 67,8 Millionen US-Dollar bei einem Umsatz von 4,4 Millionen US-Dollar, der überwiegend aus Lizenzvereinbarungen stammte. Die vollständigen ArMaDa-Daten werden zeigen, ob das Unternehmen seinen ambitionierten regulatorischen Zeitplan halten kann.

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