Rund 6 Prozent Plus am Montag – das klingt nach Aufbruch. Tatsächlich ist es vor allem eine Gegenbewegung nach einem monatelangen Ausverkauf, der die TUI-Aktie seit Jahresbeginn um mehr als 22 Prozent in die Tiefe gezogen hat. Die Fundamentaldaten liefern ein deutlich freundlicheres Bild als der Kurs vermuten lässt.

Zwei Belastungen, ein Kurs

Der geplatzte Oman-Deal hängt der Aktie nach. Erst im September 2025 vereinbart, liegt die Partnerschaft mit der staatlichen Tourismusgesellschaft Omran nun auf Eis – der Projektzeitplan ließ sich nicht einhalten. Geplant waren fünf Hotels in der Region Dhofar sowie eine 1,4-prozentige Beteiligung Omrans am Konzern. Beide Seiten wollen den Dialog fortsetzen, konkrete Fortschritte fehlen jedoch.

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Parallel dazu drückt die Lage im Nahen Osten auf das Sentiment. Stornierungen in betroffenen Reiseregionen wecken Sorgen um das Sommergeschäft. TUI reagierte operativ: Rund 10.000 Gäste wurden aus dem Iran zurückgeholt, die letzten Kreuzfahrtgäste aus der Region waren Mitte März auf dem Heimweg.

Starke Zahlen, schwache Bewertung

Was den Kursrückgang besonders bemerkenswert macht: Die operativen Zahlen zeigen eine andere Realität. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres kletterte das bereinigte EBIT um 51,5 Prozent auf 77,1 Millionen Euro – das stärkste Winterquartal der Unternehmensgeschichte. Im Vorjahr übertraf TUI die eigene Prognose: Das EBIT stieg um 12,6 Prozent auf 1,459 Milliarden Euro, erwartet worden war ein Plus von 9 bis 11 Prozent. Für 2026 peilt das Management ein weiteres EBIT-Wachstum von 7 bis 10 Prozent an.

Hinzu kommt die angekündigte Rückkehr zur Dividende: 0,10 Euro je Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr, ab 2026 sollen 10 bis 20 Prozent des bereinigten Gewinns ausgeschüttet werden. Ein KGV von 4,75 zeigt, dass der Markt die geopolitischen Risiken und die offene Wachstumsstrategie derzeit höher gewichtet als die operativen Erfolge.

Am 13. Mai legen die Halbjahreszahlen offen, wie sich der Buchungstrend für den Sommer entwickelt hat – und ob die Prognosen trotz der anhaltenden Unsicherheiten im Nahen Osten Bestand haben.

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