Rheinmetall transformiert sich in einem atemberaubenden Tempo vom klassischen Landsystem-Spezialisten zum dominierenden Akteur auf hoher See. Der Düsseldorfer Konzern nutzt die sicherheitspolitische Zeitenwende, um eine der letzten Lücken in seinem Portfolio zu schließen: den militärischen Schiffbau. Mit der nun bald stattfindendenÜbernahme der Marinesparte der traditionsreichen Lürssen-Gruppe (NVL) setzte Rheinmetall-Chef Armin Papperger ein klares Zeichen. Das Ziel ist die „vertikale Integration“ – weg vom reinen Zulieferer von Bordkanonen, hin zum Generalunternehmer für komplette Hightech-Kriegsschiffe. NVL hat jetzt einen großen Auftrag vor sich, der bis zu 10 Mrd. Euro schwer sei. Er ist vor wenigen Tagen thematisiert worden Das Unternehmen meinte: "NVL arbeitet mit Hochdruck daran, das F126-Projekt in wenigen Wochen als Generalunternehmer zu übernehmen". 

Die Milliarden-Akquisition als Gamechanger

Der Kauf von Naval Vessels Lürssen (NVL) ist ein strategischer Meilenstein. Mit vier Werftstandorten in Norddeutschland, darunter dem ikonischen Blohm+Voss-Areal in Hamburg, sichert sich Rheinmetall nicht nur industrielle Substanz, sondern auch den direkten Zugang zum Kernmarkt der Deutschen Marine. NVL fertigt unter anderem die neuen Flottendienstboote und Korvetten der Klasse 130. Für Rheinmetall bedeutet das: Statt wie bisher nur rund 30 Prozent der Wertschöpfung eines Schiffes (durch Waffensysteme und Sensorik) zu kontrollieren, kann der Konzern künftig das gesamte „System Schiff“ aus einer Hand anbieten.

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Synergien zwischen Panzer und Fregatte

Besonders spannend ist die technologische Verzahnung. Rheinmetall plant, seine Expertise aus der Digitalisierung von Landfahrzeugen – wie beim Schützenpanzer Puma – eins zu eins auf maritime Plattformen zu übertragen. Sensoren, Effektoren wie das maritime Laserwaffensystem und elektronische Schutzsysteme wie das MASS (Multi Ammunition Softkill System) verschmelzen künftig in einer integrierten Systemarchitektur. Diese „Domänen-übergreifende“ Strategie ermöglicht es, Aufklärungsdaten von Drohnen oder Satelliten direkt in die Feuerleitsysteme der Schiffe einzuspeisen, was die Reaktionszeiten auf moderne Bedrohungen drastisch verkürzt.

Ein neuer europäischer Champion?

Mit diesem Schritt positioniert sich Rheinmetall als nationaler Champion, der fähig ist, den komplexen Anforderungen an den Schutz kritischer Unterwasser-Infrastruktur und Handelsrouten zu begegnen. Während sich Lürssen künftig rein auf das Luxussegment der Megayachten konzentriert, übernimmt Rheinmetall die Rolle des industriellen Motors für die maritime Verteidigung Europas.

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