Nel ASA Aktie: EU-Allianz
Nel ASA schließt sich mit fünf weiteren europäischen Elektrolyseur-Herstellern zur neuen E4E-Koalition zusammen. Ziel: Brüssel soll die Industriepolitik so ausrichten, dass Europas Produktion in der Energiewende nicht ins Hintertreffen gerät. Doch kommt der politische Schulterschluss auch bei echten Projekten an?
Wichtigste Eckpunkte im Überblick:
- Neue Koalition: „Electrolysers for Europe“ (E4E) startet heute
- Gründungsmitglieder: Nel ASA, ITM Power, John Cockerill, Sunfire, thyssenkrupp nucera, Topsoe
- Kernproblem: Über 10 GW Produktionskapazität pro Jahr stehen weniger als 1 GW installierter Leistung gegenüber
- Nächster Termin: Q4/2025-Bericht am 26. Februar 2026
Kapazität da – Ausbau stockt
Die E4E-Initiative entsteht in einer Phase, in der Europas Hersteller ihre Lieferketten und Fertigung bereits deutlich hochgefahren haben. Laut den von der Gruppe veröffentlichten Daten liegt die jährliche Produktionskapazität inzwischen bei über 10 GW.
Gleichzeitig bleibt die tatsächliche Umsetzung weit zurück. Installiert wurden bisher weniger als 1 GW. Das verfehlt auch die frühere EU-Zielmarke von 6 GW bis 2024 klar. Genau diese Lücke zwischen politischem Anspruch und realen Investitionsentscheidungen stellt die Koalition ins Zentrum.
Manifest: „Made in Europe“ als Hebel
Im gemeinsamen Manifest setzt E4E den Fokus auf den Übergang von verfügbarer Fertigung hin zu Final Investment Decisions (FIDs) für Großprojekte. Die Allianz warnt, Europa könne ohne gezielte Unterstützung seinen technologischen Vorsprung an Wettbewerber außerhalb Europas verlieren – auch wegen dortiger staatlicher Subventionen.
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Zu den genannten Zielen zählen:
- Produktion skalieren: die vorhandene 10-GW-Kapazität für künftige Nachfrage nutzbar machen
- Wirtschaftliche Wirkung: bis 2040 eine Million Jobs und bis zu 200 Mrd. Euro Exportwert anpeilen
- Förderlogik ändern: „Made in Europe“-Kriterien in Auktionen für Wasserstoff-Fördermittel, damit öffentliche Gelder nicht indirekt ausländische Anbieter stützen
Für Nel bedeutet das laut Ausgangstext auch eine Verschiebung: weg von Einzel-Lobbyarbeit, hin zu einer gemeinsamen Branchenlinie. Das Unternehmen hatte zuvor wiederholt einen „Level Playing Field“-Ansatz betont, auch vor dem Hintergrund eigener Kapazitätsausbauten.
Nel: Technologie-Ausbau trifft Politik-Druck
Der politische Vorstoß fällt in eine Phase, in der Nel an der Kommerzialisierung arbeitet. Ende 2025 traf das Unternehmen eine finale Investitionsentscheidung, um die Plattform „Next Generation Pressurized Alkaline“ am Standort Herøya (Norwegen) zu industrialisieren. Diese Technologie soll laut Text helfen, die Wasserstoffgestehungskosten (LCOH) zu senken und die Energieeffizienz zu verbessern.
Anfang 2026 bleibt jedoch der zentrale Gegenwind: Zwischen „politischem Willen“ und tatsächlich freigegebenem Kapital für Projekte klafft weiterhin eine Lücke. Marktteilnehmer warten deshalb darauf, ob Technikfortschritte und der neue politische Druck am Ende auch den Auftragsbestand spürbar verbessern.
Im Blick steht dafür der nächste Pflichttermin: Nel veröffentlicht den Q4/2025-Finanzbericht am 26. Februar 2026. Erwartet werden vor allem Signale zum Auftragseingang, zur Kassenlage nach den Investitionsentscheidungen Ende 2025 sowie Einordnung, ob die E4E-Initiative kurzfristig Auswirkungen auf kommende EU-Auktionen der Hydrogen Bank haben dürfte.
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