Alibaba startet die bislang größte Marketing-Kampagne seiner Geschichte – und die hat einen klaren Fokus: Künstliche Intelligenz. Mit umgerechnet 431 Millionen Dollar will der chinesische Tech-Konzern seine KI-Anwendung „Qwen" zum Lunar New Year in die Breite bringen. Die Summe ist dreimal so hoch wie die Budgets von Tencent oder Baidu für denselben Zeitraum. Doch die Märkte reagieren skeptisch – die Aktie geriet zuletzt unter Druck.

Rekordbudget für KI-App

Alibaba hat für die Werbekampagne rund um das chinesische Neujahrsfest ein Budget von 3 Milliarden Yuan bereitgestellt. Ziel ist es, die Nutzerbasis von Qwen in einer Zeit zu vergrößern, in der digitale Aktivitäten in China traditionell stark zunehmen. Die Investition signalisiert den Willen des Konzerns, sich im rasant wachsenden Markt für Consumer-KI zu positionieren – und das mit Nachdruck.

Allerdings belastet die massive Ausgabe kurzfristig die Margen. Investoren zeigen sich besorgt über die Profitabilität, was sich im jüngsten Kursverlust von rund 2,9 Prozent widerspiegelt. Die zentrale Frage: Zahlt sich der Vorstoß in Nutzerzahlen und langfristigem Wachstum aus?

Cloud-Geschäft als Hoffnungsträger

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Während das E-Commerce-Geschäft durch intensiven Wettbewerb und staatliche Subventionsprogramme unter Druck steht, sehen Analysten das Cloud-Segment als wesentlichen Wachstumstreiber. Die Investmentbank CLSA hat zwar ihre Gewinnprognosen für die Geschäftsjahre 2026 und 2027 gesenkt, hält aber an ihrer „Outperform"-Einschätzung fest. Der Grund: Alibaba Cloud soll im laufenden Jahr um rund 35 Prozent zulegen – getrieben durch die steigende Nachfrage nach KI-Infrastruktur.

Parallel dazu hat Alibaba Cloud eine Partnerschaft mit dem Internationalen Olympischen Komitee für die Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina bekannt gegeben. Die Zusammenarbeit unterstreicht die technologische Reichweite der Cloud-Sparte und liefert eine zusätzliche Legitimation für die hohen Forschungs- und Entwicklungsausgaben.

Quartalsberichte im Fokus

Mitte Februar wird Alibaba die Zahlen für das dritte Fiskalquartal vorlegen. Anleger werden genau prüfen, ob das Cloud-Wachstum die Mehrausgaben für die Qwen-Kampagne kompensieren kann. Zudem dürfte die Auswertung der Nutzerdaten nach dem Neujahrsfest zeigen, ob die 431-Millionen-Dollar-Wette aufgeht. Bis dahin bleibt die Aktie in einer Phase zwischen Wachstumshoffnung und Margendruck.

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