Nach dem Kurssturz von bis zu 9,5 Prozent rückt Rheinmetall in den Fokus der Aufsicht. Die BaFin prüft den Pre-Close-Call – während CEO Armin Papperger und weitere Insider die Gelegenheit für Aktienkäufe nutzten.

Rheinmetall immer noch in schwacher Verfassung

Die erfolgsverwöhnte Rheinmetall-Aktie erlebte am Donnerstag einen herben Rückschlag. Mit einem Intraday-Minus von bis zu 9,5 Prozent rauschte der DAX-Titel zeitweise auf 1.520 Euro in die Tiefe. Auslöser war kein offizieller Geschäftsbericht, sondern ein sogenannter „Pre-Close-Call“ mit Analysten. In diesem Gespräch skizzierte der Konzern einen vorläufigen Umsatzausblick für 2026 von etwa 13,6 Milliarden Euro – eine Zahl, die rund zwölf Prozent unter den bisherigen Markterwartungen lag. Die Quittung der Anleger folgte prompt in Form einer massiven Verkaufswelle.

Die BaFin schaltet sich ein

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Der heftige Kurssturz rief umgehend die Finanzaufsicht BaFin auf den Plan. Die Behörde prüft nun routinemäßig, ob Anhaltspunkte für Marktmissbrauch vorliegen. Besonders die Art der Kommunikation steht in der Kritik: Die BaFin mahnte erneut an, solche Termine transparent und für alle zugänglich zu gestalten. Rheinmetall hatte den Call zwar angekündigt, jedoch ohne präzise Uhrzeit. Analysten wie David Perry von JPMorgan reagierten skeptisch und korrigierten ihre Gewinnschätzungen nach unten, da der Produktionshochlauf offenbar mühsamer vorangeht als ursprünglich kalkuliert.

Insider nutzen die Gunst der Stunde

Während die Märkte nervös reagierten, bewiesen die Konzernlenker demonstrative Gelassenheit. CEO Armin Papperger nutzte den niedrigen Kurs und kaufte über seine Holding Aktien im Wert von knapp 300.000 Euro nach. Auch Aufsichtsrat Marc Tüngler griff zu. Dieses Muster ist bei Rheinmetall nicht neu: Die Führungsebene nutzt Rücksetzer regelmäßig als Einstiegschance. Trotz des aktuellen Dämpfers bleibt das Fundament solide: Das Unternehmen erwartet, das Jahr 2025 schuldenfrei abzuschließen, und peilt weiterhin attraktive EBIT-Margen von bis zu 20 Prozent an.

Geopolitischer Gegenwind

Zusätzlich zum enttäuschenden Ausblick belasteten Signale der Entspannung zwischen dem Iran und den USA die gesamte Rüstungsbranche. Gewinnmitnahmen bei Titeln wie Renk und Hensoldt verstärkten den Abwärtsdruck.

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