Rheinmetall Aktie: Nichts verschönt!
Die Rheinmetall-Aktie gerät am Donnerstag massiv unter Druck. Mit einem Minus von zeitweise 6 Prozent auf 1.580 Euro nähert sich der Titel dem unteren Ende seiner Handelsspanne seit dem Rekordhoch von Anfang Oktober 2025. Die seit Jahresanfang aufgelaufenen Gewinne sind damit praktisch aufgezehrt. Verantwortlich für den Ausverkauf sind enttäuschende Signale aus einem Pre-Close-Call, in dem der Rüstungskonzern Analysten auf die kommenden Quartalszahlen einstimmte.
Umsatzprognose deutlich unter Erwartungen
Die Kernbotschaft des Briefings lässt sich nicht schönreden: Rheinmetall stellte für 2026 einen Umsatz von 13,6 Milliarden Euro in Aussicht – rund 12 Prozent unter der Konsensschätzung von Visible Alpha. Noch gravierender fallen die Margenaussichten aus. JPMorgan-Analyst David Perry kappte daraufhin seine Ergebnisschätzungen bis 2030 um bis zu 14 Prozent. Sein Kursziel rutschte von 2.250 auf 2.130 Euro, auch wenn er die Kaufempfehlung beibehielt. "Wir erwarten weiterhin ein außergewöhnlich starkes Umsatz- und Gewinnwachstum in den nächsten fünf Jahren, gehen aber nun davon aus, dass der Produktionshochlauf schwieriger sein wird als ursprünglich angenommen", begründete Perry.
Auch Jefferies zog die Notbremse und senkte das Kursziel von 2.170 auf 2.060 Euro. Analystin Chloe Lemarie warnte vor einem operativen Ergebnis deutlich unter den Analystenschätzungen. Trotz beibehaltener Kaufempfehlung rechnet sie mit einer negativen Kursreaktion – eine Einschätzung, die sich am Donnerstag bewahrheitet.
Gesamte Branche unter Druck
Die Verunsicherung erfasst den gesamten Rüstungssektor. HENSOLDT verliert im vorbörslichen Tradegate-Handel stellenweise 3,35 Prozent auf 75,05 Euro, RENK stürzt sogar um 5,07 Prozent auf 49,25 Euro ab. TKMS gibt 1,88 Prozent auf 91,30 Euro nach, die CSG Group notiert 1,41 Prozent schwächer bei 30,80 Euro.
Zusätzlichen Druck erzeugen die laufenden Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Obwohl am zweiten Tag der von den USA vermittelten Gespräche noch keine konkreten Durchbrüche gemeldet wurden, belastet allein die Aussicht auf eine mögliche Konfliktentschärfung die Rüstungswerte. Kreml-Sondergesandter Kirill Dmitrijew sprach im Staatsfernsehen von Fortschritten.
Operativ läuft es bei Rheinmetall hingegen weiter rund: Ende Januar sicherte sich der Konzern einen großvolumigen Siebenjahres-Rahmenvertrag von der dänischen Beschaffungsbehörde DALO für Munitionslieferungen. Doch am Donnerstag interessiert das die Anleger nicht – sie fokussieren sich auf die schwächeren Prognosen und die Warnung vor einem holprigeren Produktionshochlauf als gedacht.
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