Nach einem Kurssturz von bis zu 9,5 Prozent am Donnerstag steht Rheinmetall im Fokus der Aufsicht. Die BaFin prüft einen Pre-Close-Call, der die Verluste ausgelöst hatte. Konzernchef Armin Papperger nutzte die Schwäche zum Nachkauf – ein Signal an verunsicherte Anleger?

Der DAX-Wert rutschte am Donnerstag zeitweise auf rund 1.520 Euro ab und vernichtete damit alle Jahresgewinne. Auslöser war ein Analystengespräch am Mittwochabend, in dem das Unternehmen einen vorläufigen Umsatzausblick von 13,6 Milliarden Euro für 2026 nannte – etwa zwölf Prozent unter den bisherigen Konsensschätzungen von Analysten. Die Aktie konnte die Verluste bis Handelsschluss auf rund 6,5 Prozent eingrenzen.

BaFin nimmt Pre-Close-Call unter die Lupe

Die Finanzaufsicht BaFin prüft nun den sogenannten Pre-Close-Call, bei dem einige Analysten vor der offiziellen Veröffentlichung der Geschäftszahlen am 11. März mit konkreten Prognosen versorgt wurden. Dieser Informationsvorsprung sorgte für Kritik am Markt. Während einige Investoren bereits reagieren konnten, waren andere im Dunkeln.

Berenberg senkte nach dem Call seine Schätzungen deutlich. Die schwächeren Umsatzerwartungen dürften auch die Gewinnprognosen belasten. Die offizielle Zahlenvorlage in gut einem Monat wird zeigen, wie stark die Abweichungen tatsächlich ausfallen.

Papperger zeigt Vertrauen

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CEO Armin Papperger kaufte am Tag des Kurseinbruchs Aktien im Volumen von 298.775 Euro zu einem Kurs von 1.572,50 Euro. Der Insider-Kauf wird am Markt als Vertrauenssignal gewertet. Papperger hatte bereits in der Vergangenheit bei Rücksetzern zugegriffen und damit seinen Glauben an die langfristige Perspektive des Konzerns unterstrichen.

Am Freitag erholte sich die Aktie leicht und notierte im frühen Handel mit einem Plus von etwa vier Prozent. Der DAX insgesamt zeigte sich freundlich und legte um 0,73 Prozent auf 24.626 Punkte zu. Rheinmetall gehörte zu den Top-Gewinnern im Leitindex.

Geopolitische Risiken belasten weiter

Neben den schwächeren Umsatzprognosen sorgen auch geopolitische Entwicklungen für Unsicherheit. Das milliardenschwere FCAS-Projekt zur Entwicklung eines europäischen Kampfjets droht zu scheitern. Weitere Verzögerungen oder ein Abbruch würden die langfristigen Wachstumsperspektiven belasten.

Die deutsche Industrieproduktion fiel im Dezember 2025 um 1,9 Prozent gegenüber dem Vormonat und lag damit deutlich unter den Erwartungen von minus 0,2 Prozent. Die schwache Konjunktur könnte auch die Auftragslage bei Rheinmetall beeinflussen, auch wenn der Rüstungsbereich davon weniger betroffen ist als andere Industriezweige.

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