Am 5. März liefert Renk die Jahreszahlen für 2025 – und damit den Moment der Wahrheit für die zuletzt zähe Kursphase. Entscheidend ist weniger, dass Zahlen kommen, sondern ob das Management seine ambitionierte Guidance bestätigt und einen belastbaren Ausblick für 2026 liefert. Genau darauf wartet der Markt jetzt.

5. März: Guidance als Lackmustest

Für 2025 stellte Renk einen Umsatz von über 1,3 Mrd. Euro sowie ein bereinigtes EBIT von 210 bis 235 Mio. Euro in Aussicht. Beim Pre-Close-Call am 5. Februar bekräftigte das Management diese Ziele bereits – am 5. März muss das Versprechen dann mit finalen Daten unterlegt werden.

Spannend wird dabei auch der Blick nach vorn: Renk hatte im Pre-Close-Signal angedeutet, dass ein bereinigtes EBIT auf Konsensniveau von 277 Mio. Euro für 2026 als erreichbar dargestellt wurde. Die entscheidende Frage lautet: Kann das Unternehmen diesen Pfad mit konkreten Aussagen untermauern?

Operativ stark: Wachstum und Rekord-Auftragsbestand

Die zuletzt verfügbaren Zahlen aus den ersten neun Monaten sprechen für Rückenwind im operativen Geschäft. Der Auftragseingang stieg um 45,2% auf 1,25 Mrd. Euro, der Umsatz legte um 19,2% auf 928 Mio. Euro zu. Beim Ergebnis wuchs Renk sogar überproportional: Das bereinigte EBIT erhöhte sich um 25,5% auf 141 Mio. Euro, die Marge lag bei 15,2% (plus 0,8 Prozentpunkte).

Ein zentrales Fundament bleibt der Auftragsbestand: Mit 6,4 Mrd. Euro erreichte er einen neuen Rekordstand – getragen vor allem vom Verteidigungsgeschäft. Das verschafft Visibilität, erhöht aber zugleich die Erwartungen an eine saubere Abarbeitung und stabile Margen.

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USA-Verträge und Investitionspläne

Parallel baut Renk seine Position in den USA aus. RENK America meldete im Februar mehrere Vertragsabschlüsse, verteilt auf Ende 2025 und die ersten Wochen 2026: 25 Mio. Dollar für beschleunigte Instandhaltung und Modernisierung, 18 Mio. Dollar für AVDS-Panzermotor-Ersatzteile und 9 Mio. Dollar für HMPT-Feldservice-Support.

Dazu kommen angekündigte Investitionen: 70 Mio. Dollar bis 2030 in Sachanlagen sowie 80 Mio. Dollar in Forschung und Entwicklung, verbunden mit dem Plan für bis zu 270 neue Arbeitsplätze. Das signalisiert Ausbau – und macht die 2026er-Zielsetzung umso relevanter.

Zum Gesamtbild gehört auch: Renk prüft M&A-Möglichkeiten in den US- und europäischen Verteidigungsmärkten, nennt aber zugleich Risiken wie Lieferkettenengpässe, steigenden Wettbewerb und mögliche regulatorische Änderungen.

Aktie in der Konsolidierung – trotz starker Story

Auf dem Kurszettel kommt die operative Dynamik zuletzt nur begrenzt an. Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 57,23 Euro (Tag: -1,57%, 7 Tage: -5,73%). Damit notiert der Titel rund 35,5% unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 88,73 Euro, und auch unter dem 200‑Tage‑Durchschnitt (Abstand: -10,12%). Gleichzeitig zeigt der Blick auf 12 Monate, wie stark die Bewegung zuvor war: +87,52%.

Als zusätzlicher Faktor kommt das Branchenumfeld hinzu: Im Sektor gab es zuletzt Verluste, begründet mit Unsicherheit rund um anhaltende Friedensgespräche.

Am 5. März wird deshalb vor allem eines zählen: Bestätigung der 2025er-Ziele (Umsatz >1,3 Mrd. Euro, adj. EBIT 210–235 Mio. Euro) und ein konkreter 2026-Ausblick, der den angedeuteten Ergebnis-Pfad in Richtung des Konsensniveaus von 277 Mio. Euro adj. EBIT stützt oder relativiert. Das dürfte der wichtigste Impuls sein, ob die laufende Konsolidierung neue Nahrung bekommt – oder ein Ende findet.

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