Renk Aktie: Ausbau in Polen
Renk rückt an eine sicherheitspolitisch entscheidende Region heran: Der Konzern will in Polen Service- und Montagekapazitäten aufbauen. Dahinter steckt ein klarer Treiber – kürzere Wege, schnellere Instandsetzung und damit mehr Nähe zu Kunden an der NATO-Ostflanke. Doch wie groß ist der Schritt wirklich – und was ändert sich operativ?
Kürzere Wege, schnellere Wartung
Mit dem geplanten Standort in Polen will Renk die Reaktionszeiten für wichtige Kunden deutlich verkürzen. Vorstandschef Alexander Sagel macht den praktischen Nutzen greifbar: Ein ausgefallener Panzer lasse sich nicht einfach 2.000 Kilometer zur Wartung transportieren, um erst nach einem halben Jahr zurückzukehren.
Der neue Standort soll zunächst Wartung für Getriebe, Motoren und Fahrwerke ermöglichen. Später ist laut Sagel auch die Herstellung von Produkten vorgesehen. Damit adressiert Renk vor allem Kunden in Polen, dem Baltikum oder der Ukraine, bei denen schnelle Instandsetzung ein entscheidender Faktor ist.
Wachstumsplan trifft auf steigende Nachfrage
Die Polen-Expansion ist eingebettet in größere Produktions- und Umsatzziele. In Augsburg will Renk die Produktion von Panzergetrieben bis Ende 2026 auf rund 800 Stück pro Jahr erhöhen. Vor dem Krieg in der Ukraine lag das Niveau bei etwa 200 bis 300.
Langfristig setzt der Vorstand noch höher an: Bis zum Ende des Jahrzehnts soll der Umsatz auf rund drei Milliarden Euro steigen – eine Verdreifachung gegenüber 2024. Das Vorhaben fällt in ein Branchenumfeld, in dem politischer Druck auf Kapazitätsausbau zunimmt, unter anderem durch öffentliche Forderungen von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius.
Aktie: Kurzfristig schwächer, über 12 Monate stark
An der Börse spiegelt sich die Gemengelage aus Wachstumserzählung und Erwartungen in einer wechselhaften Entwicklung. Zuletzt ging es in den vergangenen sieben Tagen um 4,23% nach unten. Auf Sicht von zwölf Monaten steht hingegen ein Plus von 90,50% – der Kurs liegt damit zugleich 34,48% unter dem 52‑Wochen‑Hoch.
Der nächste konkrete Termin ist bereits gesetzt: Am 5. März 2026 will Renk voraussichtlich seine Geschäftszahlen vorlegen. Dann wird sich zeigen, wie der Ausbaukurs operativ unterfüttert ist – und wie belastbar die Ziele für Produktion und Wachstum wirken.
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