RENK Aktie: Zahlen entscheiden
Die RENK Group steht unmittelbar vor ihrem Jahresabschluss 2025 – und die Erwartungen sind hoch. Mit einem Rekord-Auftragsbestand von 6,4 Milliarden Euro und einer angehobenen Mittelfristprognose bis 2030 hat der Augsburger Antriebsspezialist die Messlatte selbst nach oben geschraubt. Am 5. März zeigt sich, ob das Unternehmen seine Guidance von über 1,3 Milliarden Euro Umsatz und 210 bis 235 Millionen Euro bereinigtem EBIT tatsächlich erreicht hat.
Starke Neunmonatszahlen als Basis
Die ersten drei Quartale 2025 deuten darauf hin, dass RENK auf Kurs liegt. Der Konzernumsatz kletterte um 19,2 Prozent auf 928 Millionen Euro, während der Auftragseingang sogar um 45,2 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro zulegte. Das bereinigte EBIT wuchs überproportional um 25,5 Prozent auf 141 Millionen Euro – die entsprechende Marge verbesserte sich auf 15,2 Prozent.
Treiber des Wachstums ist klar die Verteidigungssparte. Sie steigerte ihren Umsatz um 25,2 Prozent auf 690 Millionen Euro, der Auftragseingang legte um 47,7 Prozent auf 932 Millionen zu. Das Segment Vehicle Mobility Solutions (VMS) zeigt sich als Ertragsmotor: Hier wuchs das bereinigte EBIT um 36,2 Prozent auf 105 Millionen Euro, die Marge stieg auf 18,1 Prozent. Über VMS beliefert RENK rund 70 Landstreitkräfte weltweit mit Antriebstechnologien für Ketten- und Radfahrzeuge.
Amerika als strategischer Schwerpunkt
Besonders das US-Geschäft läuft auf Hochtouren. Allein im Februar sicherte sich RENK America Support- und Ersatzteilverträge über 50 Millionen Dollar. Mitte Januar folgte ein Army-Vertrag mit einem Potenzialwert von bis zu 75,5 Millionen Dollar über fünf Jahre. Der Konzern investiert massiv in den Standort Michigan: 150 Millionen Dollar fließen bis 2030 in Kapitalausgaben sowie Forschung und Entwicklung.
Die strategische Bedeutung dieser Expansion zeigt sich auch daran, dass die Ankündigung gemeinsam mit Michigans Gouverneurin erfolgte. RENK positioniert sich damit als langfristiger Partner der US-Streitkräfte – ein wichtiger Baustein für die mittelfristigen Wachstumsziele.
Ambitionierter Ausblick bis 2030
Beim Capital Markets Day im November hatte das Management seine Prognose verschärft: Bis 2030 soll RENK organisch 2,8 bis 3,2 Milliarden Euro Umsatz erzielen – zuzüglich potenzieller Akquisitionserlöse von bis zu einer Milliarde Euro. Diese Ambition fußt auf dem strukturellen Rückenwind durch höhere Verteidigungsausgaben. Deutschland hat für 2026 einen Verteidigungshaushalt von rund 108 Milliarden Euro genehmigt, der Kernmittel und den Sonderfonds für die Bundeswehr kombiniert.
CFO Anja Mänz-Siebje betont die Planungssicherheit: „Unser Auftragsbestand hat nun das Fünffache unseres aktuellen Jahresumsatzes gesichert. Das bietet uns eine äußerst solide Basis für die kommenden Jahre."
Analystenstimmen zeigen Zuversicht
Mehrere Investmenthäuser haben sich zuletzt positiv zu RENK geäußert. Warburg Research hob das Kursziel von 57 auf 63 Euro an und stufte die Aktie auf „Kaufen" herauf. Als Begründung nennt der Analyst eine gesunde Rekalibrierung der Konsensschätzungen sowie die langfristige Planbarkeit des Verteidigungsgeschäfts. J.P. Morgan, Kepler Capital und die Deutsche Bank bekräftigten ebenfalls ihre Kaufempfehlungen.
Fintel berichtet für RENK ein durchschnittliches Zwölf-Monats-Kursziel von 72,04 Euro – deutlich über dem aktuellen Niveau von 57,23 Euro. Die Bandbreite der Einzelprognosen reicht von 53,53 bis 80,85 Euro.
Was die Zahlen bedeuten werden
Am 5. März entscheidet sich, ob RENK seine Guidance erfüllt oder möglicherweise übertroffen hat. Entscheidend wird auch der Ausblick auf 2026 sein – insbesondere vor dem Hintergrund der angekündigten Investitionen und der Frage, wie schnell sich der Rekord-Auftragsbestand in Umsatz umsetzen lässt. Der Antriebsspezialist hat die Voraussetzungen geschaffen, nun folgt die Bewährungsprobe in den konkreten Zahlen.
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