C3.ai Aktie: Radikaler Einschnitt
C3.ai steckt in einer tiefen operativen Krise. Nach einem massiven Umsatzrückgang im dritten Quartal 2026 zieht das Management die Reißleine und kündigt ein umfassendes Restrukturierungsprogramm an. Während das Geschäft mit Behörden stabil bleibt, kämpft das Unternehmen im kommerziellen Sektor mit schwindendem Vertrauen und rechtlichem Gegenwind.
Ursachen der Umsatzschwäche
Die jüngsten Geschäftszahlen offenbaren das Ausmaß der operativen Probleme: Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um fast die Hälfte auf 53,3 Millionen US-Dollar. Damit verfehlte C3.ai die eigenen Prognosen und die Erwartungen der Analysten deutlich. Besonders kritisch ist der Einbruch bei den Abonnement-Einnahmen, die um 44 Prozent zurückgingen.
Verantwortlich für diese Entwicklung ist vor allem die Schwäche im Geschäft mit Unternehmenskunden. Viele Kunden verharren in einer Testphase – dem sogenannten „Pilot Purgatory“ – und zögern den großflächigen Einsatz der Softwarelösungen hinaus. Zudem belastet die laufende Umstellung auf ein verbrauchsbasiertes Abrechnungsmodell kurzfristig die Erlöse. Einzig der Verteidigungs- und Behördensektor erwies sich als stabil und steuerte mehr als die Hälfte des gesamten Buchungsvolumens bei.
Radikaler Stellenabbau
Um die finanzielle Stabilität zu sichern, hat CEO Stephen Ehikian einen drastischen Sparkurs eingeleitet. Rund 26 Prozent der weltweiten Belegschaft – etwa 300 Mitarbeiter – müssen das Unternehmen verlassen. Zusätzlich sollen die Sachkosten um 30 Prozent gesenkt werden.
Ziel dieser Maßnahmen ist es, bis zum Geschäftsjahr 2027 die Profitabilität zu erreichen und den hohen Cash-Verbrauch einzudämmen. Insgesamt strebt das Management durch den Umbau jährliche Einsparungen von rund 135 Millionen US-Dollar an. Der bereinigte Nettoverlust pro Aktie fiel mit 0,40 US-Dollar zuletzt deutlich höher aus als von Experten befürchtet.
Rechtlicher Druck und Ausblick
Die enttäuschende Entwicklung im kommerziellen Bereich hat nun auch juristische Folgen. Die Anwaltskanzlei Ademi LLP leitete eine Untersuchung wegen potenziellen Wertpapierbetrugs ein. Im Kern geht es um die Frage, ob das Unternehmen in der Vergangenheit irreführende Angaben zum Wachstum und zur Vertriebseffizienz im Privatsektor gemacht hat.
An der Börse reagierten Anleger mit massiven Verkäufen auf die Nachrichten und die gesenkte Prognose. Die Aktie markierte am Freitag bei 6,71 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Für das laufende vierte Quartal rechnet das Management nur noch mit einem Umsatz zwischen 48 und 52 Millionen US-Dollar, was die Markterwartungen von zuvor über 77 Millionen US-Dollar weit unterschreitet.
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