Siemens Energy Aktie: Dividende zurück
Siemens Energy signalisiert nach schwierigen Jahren wieder mehr Normalität: Die Aktionäre haben auf der Hauptversammlung eine Dividende beschlossen. Gleichzeitig bleibt mit Siemens Gamesa eine Baustelle, die das Management klar im Blick behalten muss. Was steckt hinter dem Schritt zurück zur Ausschüttung?
Dividende als Signal
Mit 99,99 Prozent Zustimmung beschlossen die anwesenden Aktionäre eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025. Es ist die erste Ausschüttung seit 2022 – und damit ein sichtbares Zeichen, dass sich die finanzielle Lage stabilisiert hat.
Rückendeckung gab es auch für die Führung: Vorstand und Aufsichtsrat wurden mit großer Mehrheit entlastet. Aufsichtsratschef Joe Kaeser nannte 2025 das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr seit der Abspaltung 2020. Untermauert wird das durch den Nettogewinn von 1,685 Milliarden Euro.
Operativ Rückenwind – aber ohne Übernahme-Feuerwerk
Vorstandschef Christian Bruch setzt strategisch nicht auf große Übernahmen. Stattdessen will der Konzern kleine und mittlere Zukäufe prüfen, um Lieferketten abzusichern und das Netztechnikgeschäft – vor allem über Digitalisierung – auszubauen.
Operativ profitiert Siemens Energy von der Nachfrage in zentralen Bereichen. Der Auftragsbestand stieg auf einen Rekordwert von 146 Milliarden Euro. Besonders gefragt sind Gasturbinen und Netztechnologien, getrieben auch durch den wachsenden Energiebedarf von KI-Rechenzentren. Dazu passt, dass ein milliardenschweres Energieprojekt in Texas, das auf Gasturbinen des Konzerns setzt, eine wichtige behördliche Genehmigung erhalten hat.
Siemens Gamesa bleibt die Bewährungsprobe
So positiv Dividende und Auftragslage wirken: Die Windkraft-Tochter Siemens Gamesa bleibt das Thema, an dem sich die weitere Entwicklung messen lassen muss. Bruch forderte, dass die Sparte bis 2028 einen klaren Weg zu zweistelligen Renditen aufzeigen soll. Die Restrukturierung des verlustreichen Geschäfts bleibt damit eine der zentralen Managementaufgaben.
Am Markt ist nach dem starken Lauf der vergangenen Monate dennoch Bewegung drin: Der Schlusskurs lag gestern (Donnerstag) bei 164,75 Euro – nur rund 2,6 Prozent unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 169,20 Euro. Gleichzeitig deutet ein RSI von 85,4 darauf hin, dass die Aktie kurzfristig sehr heiß gelaufen ist, auch wenn der Kurs auf 12-Monats-Sicht bereits um 201,08 Prozent zugelegt hat.
Unterm Strich setzt Siemens Energy mit der Rückkehr zur Dividende ein klares Ausrufezeichen nach dem Gewinnjahr 2025 – während die nächsten Jahre zeigen müssen, ob Gamesa den geforderten Renditepfad bis 2028 glaubwürdig liefern kann.
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