Redcare Pharmacy legte solide Zahlen für 2025 vor – Umsatz und Gewinn wuchsen deutlich, die Kundenbasis expandierte. Doch statt Euphorie folgte ein Kurseinbruch von fast 30 Prozent innerhalb einer Woche. Der Grund: Die Wachstumsprognose für 2026 blieb hinter den Erwartungen zurück.

Starkes Wachstum 2025

Die Online-Apotheke steigerte ihren Konzernumsatz im vergangenen Jahr um 24,1 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten: Erstmals knackte Redcare die Milliardenmarke bei Rx-Erlösen. Allein in Deutschland verdoppelten sich die Rezeptumsätze nahezu auf 503 Millionen Euro.

Das bereinigte EBITDA kletterte um 72 Prozent auf 57,4 Millionen Euro, was einer Marge von 2,0 Prozent entspricht. Parallel wuchs die aktive Kundenbasis um 11 Prozent auf 13,9 Millionen. Der durchschnittliche Warenkorbwert stieg von 60,98 Euro auf 65,98 Euro – getrieben durch Cross-Selling und einen höheren Anteil verschreibungspflichtiger Produkte.

Prognose verfehlt Markterwartungen

Die Probleme beginnen mit dem Ausblick: Für 2026 erwartet das Management ein Umsatzwachstum von lediglich 13 bis 15 Prozent. Im rezeptfreien Segment soll das Wachstum auf 8 bis 10 Prozent stabilisiert werden. Die bereinigte EBITDA-Marge soll auf mindestens 2,5 Prozent steigen.

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Diese konservative Prognose traf Investoren unerwartet. Das Management verwies auf ein herausforderndes Marktumfeld im OTC-Bereich, schloss jedoch neue Wettbewerber wie Drogerieketten als Hauptursache aus. Analysten sehen vor allem die Dynamik im nicht-verschreibungspflichtigen Geschäft gedämpft.

Analystenstimmen nach dem Rücksetzer

Die Kurszielreduktionen fielen drastisch aus. Die Deutsche Bank senkte ihr Ziel von 200 Euro auf 99 Euro, Berenberg von 165 Euro auf 87,50 Euro. Beide Institute hielten jedoch an ihrer "Kaufen"-Empfehlung fest.

Jefferies bestätigte ebenfalls die positive Einschätzung mit einem Kursziel von 150 Euro. Die Analysten verwiesen auf stabile digitale Nutzerzahlen bei E-Rezepten im Februar. Im internationalen Segment außerhalb der DACH-Region verbesserte sich die bereinigte EBITDA-Marge, was auf operative Fortschritte hindeutet.

Mittelfristig strebt Redcare eine bereinigte EBITDA-Marge von über 5 Prozent an. Als Hebel nennt das Unternehmen niedrigere Marketingkosten und Einsparungen durch automatisierte Logistikprozesse. Ob die aktuelle Bewertung bereits den Boden markiert, hängt davon ab, ob die Wachstumsverlangsamung temporär bleibt oder struktureller Natur ist.

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