Advanced Micro Devices schreibt Rekordquartal nach Rekordquartal, sichert sich historische Großaufträge von Meta und OpenAI – und die Aktie fällt trotzdem. Der Chipriese steht vor einem Paradox: Die Zahlen glänzen, doch der Markt will mehr sehen als Versprechen.

Starke Zahlen, enttäuschte Anleger

AMD schloss das vierte Quartal 2025 mit Rekordumsätzen von 10,3 Milliarden Dollar ab. Das Gesamtjahr brachte 34,6 Milliarden Dollar Umsatz. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,53 Dollar – deutlich über den erwarteten 1,32 Dollar.

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Die Reaktion der Börse fiel dennoch harsch aus. Der Grund: Die Prognose für das erste Quartal 2026. AMD stellte Umsätze zwischen 9,5 und 10,1 Milliarden Dollar in Aussicht. Der Mittelwert übertraf zwar die durchschnittliche Analystenschätzung von 9,38 Milliarden Dollar, blieb aber hinter den Hoffnungen einiger Investoren zurück, die deutlich stärkere KI-getriebene Zuwächse erwartet hatten.

Meta-Deal: 6 Gigawatt GPU-Leistung

Die bedeutendste Nachricht der vergangenen Wochen ist die erweiterte Partnerschaft mit Meta Platforms. AMD wird bis zu 6 Gigawatt seiner Instinct-GPUs für Metas KI-Infrastruktur liefern. Die ersten Lieferungen sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen und zunächst ein Gigawatt abdecken.

Zum Einsatz kommen dabei eine maßgeschneiderte MI450-basierte GPU, EPYC-CPUs der sechsten Generation sowie AMDs Helios-Rack-Architektur. Bemerkenswert: Die Vereinbarung umfasst leistungsabhängige Optionsscheine für bis zu 160 Millionen AMD-Aktien, deren Ausübung an Liefermengen und Aktienkursziele gekoppelt ist.

Die Struktur ähnelt stark einem früheren Abkommen mit OpenAI, das ebenfalls 6 Gigawatt GPU-Leistung umfasst. Insgesamt hat AMD damit Verpflichtungen für 12 Gigawatt über die kommenden Jahre gesichert.

Aktie verliert trotz Großauftrag

Im Februar brach die AMD-Aktie um 15,4 Prozent ein – weit stärker als der S&P 500 mit minus 0,9 Prozent oder der Nasdaq Composite mit minus 3,4 Prozent. Anfang März setzte sich die Schwäche fort.

Selbst die Ankündigung des Meta-Deals konnte die Aktie nicht nachhaltig stützen. Sie durchbrach wichtige technische Unterstützungen und fiel auf den tiefsten Stand seit Anfang Oktober 2025. Anleger wollen offenbar konkrete Umsetzung sehen, bevor sie höhere Bewertungen rechtfertigen.

Ausblick: Versprechen unter Beweisnot

CEO Lisa Su zeigt sich ambitioniert. Sie erwartet, dass das Datacenter-Segment in den kommenden drei bis fünf Jahren um mehr als 60 Prozent jährlich wachsen wird. Das KI-Geschäft soll 2027 einen Jahresumsatz im zweistelligen Milliardenbereich erreichen.

Die zentrale Frage für 2026 bleibt: Wie schnell kann AMD die zugesagten 12 Gigawatt in tatsächliche Umsätze verwandeln? Bis Anleger diese Antwort sehen, dürfte die Aktie weiter unter Druck bleiben – trotz Rekordzahlen und Vorzeigekunden.

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