Bei CATL treffen an diesem Wochenende gleich mehrere Themen aufeinander, die den Ton für die nächsten Wochen setzen dürften. Am Sonntag steht eine wichtige Vorstandssitzung an – und parallel rücken sowohl eine neue Kooperation mit BMW als auch ein frischer Schock auf dem Lithium-Markt in den Fokus. Entscheidend ist, ob starke Zahlen und strategische Allianzen die wachsende Kostensensibilität aus Rohstoffen abfedern können.

Zahlenwerk und Dividende: Entscheidung am 9. März

Der Verwaltungsrat kommt am 9. März 2026 zusammen, um den Jahresabschluss 2025 zu billigen und die Veröffentlichung zu autorisieren. Auf der Agenda steht auch, ob eine Schlussdividende empfohlen wird.

Damit rückt ein harter Faktencheck näher: Die geprüften Zahlen sollen zeigen, wie profitabel CATL in einem Jahr war, das zwar von starkem Wachstum im Batteriemarkt geprägt war, zugleich aber erste neue Rohstoffrisiken sichtbar machte. An der Börse ist die Ausgangslage dabei angespannt: Die Aktie bewegt sich zuletzt nahe wichtiger Tiefs – am Freitag lag der Schlusskurs bei 354,77 CNY.

BMW-Partnerschaft: Mehr als ein Lieferantenvertrag

Ende Februar unterzeichneten CATL und die BMW Group in Peking ein Memorandum of Understanding. Politisches Gewicht bekam der Termin durch den Rahmen der Unterzeichnung: Sie fand während eines China-Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz und einer hochrangigen deutschen Wirtschaftsdelegation statt.

Inhaltlich geht es um Pilotprojekte für „Trusted Data Exchange“ und die Dekarbonisierung der Batterie-Lieferkette. Treiber ist die kommende EU-Regel zum Battery Passport, die ab 2027 verpflichtend werden soll. Dann müssen Lebenszyklusdaten von Batterien umfassend nachverfolgt, verwaltet und grenzüberschreitend geteilt werden. Als technische Basis soll das Catena‑X-Datenökosystem dienen – mit dem Ziel, die Prozesse deutlich vor 2027 regelkonform aufzusetzen.

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Die Zusammenarbeit baut zudem auf bestehenden Lieferplänen auf: Bereits im Dezember 2024 hatte CATL angekündigt, BMW ab 2026 mit zylindrischen Zellen für die „Neue Klasse“ zu beliefern – für Märkte in China und weltweit.

Lithium aus Zimbabwe: Der Kostenhebel zieht früher an

Das kurzfristig größte Risiko kommt aktuell von der Rohstoffseite. Zimbabwe hat ein geplantes Exportverbot für Lithiumkonzentrat deutlich vorgezogen: Statt ab Januar 2027 gilt es sofort – umgesetzt zum 25. Februar 2026. Zur Begründung verwies die Regierung darauf, dass Produzenten die Förderung hochfahren und zusätzliche Exportgenehmigungen anstreben wollten.

Die Reaktion am Markt war prompt: Am 26. Februar bewegten sich Lithiumcarbonat-Kontrakte an der Guangzhou Futures Exchange intraday um mehr als 9%. Nach Fastmarkets dürfte Zimbabwe 2026 rund 124.000 Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent produzieren – etwa 7% des weltweiten Angebots. Zudem stammen rund 15% des nach China gelieferten Spodumens aus dem Land. Weil ein großer Teil der Vorprodukte zur Weiterverarbeitung nach China geht, könnte das Verbot die Lieferkette spürbar verengen – und für Zellhersteller wie CATL schneller als erwartet höhere Inputkosten und Margendruck bedeuten.

Fitchs BMI ordnet die Lage zwar als bedeutend ein, aber nicht als dauerhaft so gravierend wie frühere Eingriffe am Kobaltmarkt. Dennoch reagierte BMI mit höheren Preisannahmen für 2026: Für China werden im Schnitt 13.500 US‑Dollar/Tonne (Lithiumcarbonat) und 13.000 US‑Dollar/Tonne (Lithiumhydroxid-Monohydrat) erwartet, während der Markt sich aus einer Phase des Überangebots neu ausbalanciert.

Zum Wochenend-Paket passt außerdem ein Kapitalmarkt-Baustein: CATL meldete, dass die 2026er Emission von Sci-Tech-Innovation-Unternehmensanleihen (Phase I) die Listing-Bedingungen der Shenzhen Stock Exchange erfüllt und seit 27. Februar 2026 im Kreis professioneller institutioneller Investoren handelbar ist.

Am Montag liefern die geprüften 2025er Zahlen den ersten belastbaren Datenpunkt, um genau diese Gemengelage zu bewerten: Wie robust ist die Ertragskraft – und wie stark schlägt ein potenziell engerer Lithiummarkt bereits auf Kosten und Marge durch?

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