Energiekontor Aktie: Geduldsprobe
Windpark-Entwickler Energiekontor meldet eine Projektpipeline auf Rekordhoch – doch die Ergebnisse hinken hinterher. Die Aktie notiert nahe dem 52-Wochen-Tief, während das Unternehmen weiter eigene Aktien zurückkauft. Am 31. März folgen die Geschäftszahlen für 2025.
Pipeline auf Rekordniveau, Ergebnis enttäuscht
Das Bremer Unternehmen hat 2025 operativ geliefert: 14 Wind- und Solarprojekte mit über 350 Megawatt Gesamtkapazität erreichten den Financial Close. Aktuell befinden sich 21 Projekte mit rund 640 Megawatt im Bau oder in der Bauvorbereitung – ein historischer Höchststand für Energiekontor.
Das Problem: Die Pipeline schlägt sich zeitlich versetzt in den Finanzzahlen nieder. Ein Großteil der Projekte geht erst 2027 ans Netz. Die bestätigte EBT-Prognose für 2025 liegt bei 30 bis 40 Millionen Euro – deutlich unter den ursprünglich auf der Hauptversammlung im Juli genannten 70 bis 90 Millionen Euro. Zum Vergleich: 2024 erzielte das Unternehmen ein EBT von 36,2 Millionen Euro bei 126,5 Millionen Euro Umsatz.
Eigenportfolio wächst planmäßig
Im Landkreis Stade nahm Energiekontor den repowerten Windpark Oederquart in Betrieb. Sechs moderne Enercon-Anlagen ersetzen zehn Altanlagen. Die Eigenkapazität stieg dadurch um 17 Megawatt auf rund 450 Megawatt. Das Ziel von 650 Megawatt bis 2028 bleibt bestätigt.
Parallel dazu verkaufte das Unternehmen zwei deutsche Onshore-Projekte mit 93 Megawatt an den österreichischen Energieversorger illwerke vkw. Die Windparks Haberloh und Heidkrug in Niedersachsen sollen Ende 2027 schlüsselfertig übergeben werden. Für 2026 sind drei weitere Fertigstellungen mit über 120 Megawatt geplant, darunter zwei Solarparks in Mecklenburg-Vorpommern mit langfristigen Stromabnahmeverträgen.
Aktienrückkäufe laufen weiter
Energiekontor hat seit Juli 2025 über 39.000 eigene Aktien zurückgekauft. Das Programm läuft bis spätestens 30. Juni 2026 und umfasst maximal 80.000 Aktien mit einem Gesamtkaufpreis von bis zu 9,0 Millionen Euro. Bei 13,9 Millionen ausstehenden Aktien bleibt das Volumen überschaubar, signalisiert aber Vertrauen des Managements.
Die Aktie notiert bei 37,10 Euro – knapp 40 Prozent unter dem Jahreshoch von 61,80 Euro. Der RSI von 20,8 deutet auf eine überverkaufte Situation hin.
Geschäftsbericht als Gradmesser
Der detaillierte Geschäftsbericht am 31. März 2026 wird zeigen, wie sich die Pipeline auf die finanzielle Entwicklung auswirkt. Entscheidend ist, ob Energiekontor den Ergebnispfad Richtung 120 Millionen Euro EBT bis 2028 plausibel untermauern kann. Die Hauptversammlung folgt am 27. Mai 2026.
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