Redcare Pharmacy Aktie: Trotzige Rückschläge?
Rekordumsatz klingt nach Rückenwind – doch bei Redcare Pharmacy hat genau das diese Woche nicht gereicht. Anleger störten sich weniger am Wachstum im E‑Rezept, sondern am schwächeren Geschäft mit rezeptfreien Produkten und einem Ausblick, der unter den Erwartungen liegt. Warum fällt die Reaktion trotz starker Jahreszahlen so deutlich aus?
Rekordjahr – aber das margenstarke Segment schwächelt
2025 steigerte Redcare den Konzernumsatz um 24,1% auf 2,9 Mrd. Euro. Der Haken: Im Schlussquartal blieb das Unternehmen insgesamt leicht hinter den Analystenschätzungen zurück – laut Bericht rund 3%. Der Hauptgrund war ausgerechnet das hochmargige Non‑Rx/OTC-Geschäft.
Zwar wuchsen die Non‑Rx/OTC-Umsätze im vierten Quartal um 9% auf 483 Mio. Euro. Im Markt hatte man jedoch mehr erwartet: Die Sparte lag etwa 9% unter dem Konsens. Genau solche Abweichungen sind für Investoren oft entscheidend, weil sie direkt auf die kurzfristige Ertragskraft einzahlen.
E‑Rezept treibt das Rezeptgeschäft
Der klare Lichtblick bleibt das Rezeptgeschäft – vor allem in Deutschland. Der Anteil der Rx-Umsätze kletterte auf 36% des Gesamtumsatzes und überschritt erstmals die Marke von 1 Mrd. Euro.
Besonders dynamisch entwickelte sich Rx Deutschland: Der Umsatz stieg 2025 um 98% auf 503 Mio. Euro und übertraf damit sogar das eigene Ziel („mehr als 500 Mio. Euro“). Im vierten Quartal setzte sich der Trend fort: plus 60% auf 155 Mio. Euro, leicht über den Prognosen.
Marge verbessert – und trotzdem bleibt ein Verlust
Operativ ging es voran: Das bereinigte EBITDA stieg um 72% auf 57,4 Mio. Euro, die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich auf 2,0% (nach 1,4% im Vorjahr). Redcare verweist dabei auf Skaleneffekte, Kostendisziplin – und gleichzeitig weiterlaufende Investitionen in zukünftiges Wachstum.
Unterm Strich rechnet das Unternehmen für 2025 dennoch mit einem Nettoverlust von rund 35 Mio. Euro. Das zeigt: Wachstum ja, aber Profitabilität bleibt ein zähes Thema.
Ausblick 2026: Wachstum ja – Erwartungen verfehlt
Für 2026 stellt der Vorstand ein Umsatzwachstum von 13% bis 15% in Aussicht. In Deutschland sollen die Rx-Umsätze über 670 Mio. Euro steigen. Im Non‑Rx-Geschäft erwartet Redcare dagegen nur noch 8% bis 10% Wachstum – nachdem sich das Wachstum im Jahresverlauf bereits abgekühlt hatte. Als Gründe nennt das Unternehmen geringere Marketingausgaben und ein insgesamt schwächeres Marktumfeld.
Entscheidend für viele Investoren dürfte die Marge sein: Für 2026 peilt Redcare eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5% an. CFO Hendrik Krampe betonte zudem das mittelfristige Ziel von mehr als 5%. Laut Jefferies-Analyst Martin Comtesse lagen die Ziele für das laufende Jahr jedoch „klar unter den Erwartungen“ – und genau das passt zur enttäuschten Marktreaktion.
Die Aktie liegt aktuell bei 44,78 Euro und damit nur knapp über dem frischen 52‑Wochentief – nach einem deutlichen Rückgang in den vergangenen Monaten.
Im laufenden und kommenden Jahr setzt Redcare den Investitionszyklus in Logistik und Automatisierung fort – und muss am Markt vor allem eines beweisen: Dass das starke Rx-Wachstum die Profitabilität tatsächlich spürbar nach oben zieht, auch wenn das OTC-Geschäft langsamer wächst.
Redcare Pharmacy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Redcare Pharmacy-Analyse vom 06. März liefert die Antwort:
Die neusten Redcare Pharmacy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Redcare Pharmacy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Redcare Pharmacy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








