Redcare Pharmacy Aktie: Bitterer Absturz
Eigentlich sollte das E-Rezept für Redcare Pharmacy der große Wachstumstreiber sein – und die Umsatzzahlen bestätigen diesen Trend eindrucksvoll. Doch die Anleger reagierten schockiert und schickten das Papier auf Talfahrt. Trotz Rekorderlösen sorgen ein Nettoverlust und ein verhaltener Ausblick für massive Ernüchterung an der Börse.
Rekordumsatz trifft auf rote Zahlen
Die nackten Zahlen des Geschäftsjahres 2025 zeigen ein Unternehmen im Zwiespalt. Der Konzernumsatz kletterte um beachtliche 24,1 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Der unbestrittene Motor dieser Entwicklung war das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten (Rx), insbesondere in Deutschland. Hier verdoppelten sich die Erlöse beinahe auf 503 Millionen Euro und übertrafen damit sogar die eigenen Ziele des Managements.
Doch das starke Wachstum hat seinen Preis. Unter dem Strich verbleibt für das Gesamtjahr ein Nettoverlust von rund 35 Millionen Euro. Die Profitabilität hinkt der Expansion hinterher: Zwar stieg das bereinigte EBITDA auf 57,4 Millionen Euro (eine Marge von 2,0 Prozent), doch Analysten hatten sich hier mehr erhofft. Besonders das vierte Quartal enttäuschte, da das margenstarke Geschäft mit rezeptfreien Produkten (Non-Rx) hinter den Erwartungen zurückblieb.
Prognose verfehlt Markterwartungen
Der eigentliche Auslöser für den massiven Kursrutsch war jedoch der Ausblick auf 2026. Das Management stellte ein Umsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent in Aussicht, wobei das Rx-Geschäft in Deutschland auf über 670 Millionen Euro steigen soll. Gleichzeitig wird eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5 Prozent angepeilt.
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Für den Kapitalmarkt war dies zu wenig. Die Guidance verfehlte die Konsensschätzungen der Analysten spürbar. Sorgen bereitet vor allem die Prognose für das Non-Rx-Segment, das nur noch einstellig wachsen soll. CFO Hendrik Krampe verwies zwar auf langfristige Ziele und sinkende Marketingkosten durch Automatisierung, doch die kurzfristige Perspektive verschreckte die Investoren.
Anleger ziehen die Reißleine
Die Reaktion der Börse fiel heftig aus. Nach der Veröffentlichung der Zahlen und des Ausblicks brach die Aktie am Mittwoch um über 20 Prozent ein. Der charttechnische Schaden ist immens: Mit einem aktuellen Kurs von 44,88 Euro notiert das Papier fast 68 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 138,40 Euro.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um das Vertrauen zurückzugewinnen. Am 15. April 2026 findet die Hauptversammlung statt, gefolgt von der Veröffentlichung der Q1-Zahlen am 6. Mai. Dort muss Redcare Pharmacy beweisen, dass die Skaleneffekte des E-Rezept-Booms endlich nachhaltig in der Gewinnzone ankommen.
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