Redcare Pharmacy Aktie: Am neuen Tiefpunkt
Redcare Pharmacy verkauft mehr rezeptpflichtige Medikamente als je zuvor. Eigentlich ein Grund zur Freude für die Aktionäre der Online-Apotheke. Die Kehrseite des rasanten Wachstums zeigt sich allerdings in schmelzenden Margen und einer enttäuschenden Prognose für das laufende Jahr. An der Börse quittieren Investoren diese Entwicklung mit einem konsequenten Ausverkauf.
Wachstumstreiber mit Nebenwirkungen
Ein Blick auf die jüngsten Geschäftszahlen offenbart eine deutliche Verschiebung innerhalb des Konzerns. Das Segment mit rezeptpflichtigen Medikamenten (Rx) boomt und überschritt 2025 erstmals die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro. Allein in Deutschland verdoppelten sich die Erlöse in diesem Bereich nahezu auf 503 Millionen Euro. Das Problem liegt in der Profitabilität, da rezeptpflichtige Arzneien weniger Gewinn abwerfen als frei verkäufliche Produkte. Da gleichzeitig das margenstärkere Geschäft mit rezeptfreien Artikeln spürbar an Dynamik verliert, sank die Bruttogewinnmarge des Unternehmens zuletzt auf 21,3 Prozent.
Prognose enttäuscht den Markt
Diese strukturelle Veränderung zwingt das Management zu Zugeständnissen bei der zukünftigen Ertragskraft. Die kürzlich angepasste mittelfristige Zielmarge für das bereinigte EBITDA wurde von über acht auf nun über fünf Prozent gekappt. Auch die konkreten Ziele für das Geschäftsjahr 2026 bleiben hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Sowohl das anvisierte Umsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent als auch die operative Mindestmarge von 2,5 Prozent verfehlen die bisherigen Schätzungen des Marktes deutlich.
Die Quittung für die trüben Aussichten spiegelt sich schonungslos im Kursverlauf wider. Am heutigen Freitag markierte das Papier bei exakt 31,00 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn hat sich der Börsenwert der Online-Apotheke damit um knapp 54 Prozent reduziert.
Die nächste Gelegenheit zur fundamentalen Neubewertung bietet sich am 6. Mai 2026 mit der Vorlage der Ergebnisse für das erste Quartal. Das Management muss dann belegen, ob die gewachsene Kundenbasis von mittlerweile 13,9 Millionen aktiven Nutzern ausreicht, um den Margenverfall im operativen Geschäft zu stoppen.
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