BYD hat 2025 erstmals die Marke von einer Million exportierter Fahrzeuge geknackt — ein historischer Meilenstein für den chinesischen Elektroautobauer. Die Kehrseite: Der Nettogewinn fiel um knapp 19 Prozent, der erste Jahresrückgang seit 2021. Rekorderlöse und sinkende Profitabilität gleichzeitig — das ist das Bild, das der Jahresabschluss zeichnet.

Auslandsgeschäft als Wachstumsmotor

Der Gesamtumsatz kletterte auf einen Rekordwert von 803,97 Milliarden Yuan (rund 116 Milliarden US-Dollar), ein Plus von 3,46 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders das internationale Geschäft stach hervor: Die Auslandserlöse erreichten 310,7 Milliarden Yuan und machten damit 38,6 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

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Die Fahrzeugexporte legten um 140 Prozent auf 1,05 Millionen Einheiten zu — verteilt auf 119 Länder. Bemerkenswert dabei: Während die Gesamtbruttomarge auf 18 Prozent sank, den niedrigsten Wert seit fünf Jahren, stieg die Bruttomarge im Auslandsgeschäft um 1,9 Prozentpunkte auf 19,5 Prozent. Das Exportgeschäft ist damit profitabler als das Inlandsgeschäft.

Preiskampf drückt auf die Marge

Der Gewinnrückgang ist direkt auf den eskalierenden Preiskampf im chinesischen Automobilmarkt zurückzuführen. Der Nettogewinn fiel auf 32,62 Milliarden Yuan — und verfehlte damit die Bloomberg-Konsensschätzung von 35,65 Milliarden Yuan. Allein im vierten Quartal 2025 brach der Nettogewinn um 38,2 Prozent auf 9,3 Milliarden Yuan ein.

Um die Kosten zu steuern, reduzierte BYD die Belegschaft um 10,2 Prozent auf rund 870.000 Mitarbeiter.

Rekord-F&E und Dividende

Trotz des Gewinnschwunds investierte BYD so viel in Forschung und Entwicklung wie nie zuvor: 63,4 Milliarden Yuan, ein Anstieg von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr und rund 7,9 Prozent des Umsatzes. Zu den jüngsten Ergebnissen zählt eine neue Schnellladetechnologie, die den Ladestand in fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent bringt.

Als Schlussdividende wurden 0,358 Yuan je Aktie vorgeschlagen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre im Juni soll die Zahlung am 9. August 2026 erfolgen.

Ausblick auf 2026

Die Hongkonger Aktie (1211.HK) reagierte am Tag der Veröffentlichung mit einem Plus von rund 3,7 bis 5 Prozent — begünstigt durch eine breitere Erholung chinesischer Pharma- und Automobilwerte.

Für 2026 peilt BYD rund 1,3 Millionen Fahrzeugexporte an. Der Start ins neue Jahr verlief jedoch schleppend: Die Gesamtverkäufe für Januar und Februar lagen mit 400.241 Einheiten um 36 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Ob das Exportziel erreichbar ist, hängt maßgeblich vom Hochlauf der Auslandsproduktion und der Entwicklung der Premiummarken ab, die 2025 bereits knapp 400.000 Einheiten beisteuerten.

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