Redcare Pharmacy Aktie: Bewährungsprobe naht
Die Aktie von Redcare Pharmacy notiert auf einem neuen 52-Wochen-Tief — und das kurz vor zwei Terminen, die für das angeschlagene Unternehmen richtungsweisend sein dürften. Am 15. April trifft sich die Hauptversammlung, am 6. Mai folgen die Quartalszahlen. Für das frisch umgebaute Management wird es eine frühe Nagelprobe.
Neues Führungsteam, alter Druck
Auf der Hauptversammlung steht unter anderem die formelle Bestätigung von Hendrik Krampe als neuem Finanzvorstand auf der Tagesordnung. Krampe kommt von Amazon, wo er acht Jahre als Finance Director für das europäische Marketplace-Geschäft tätig war. Zuvor arbeitete er bei eBay in Deutschland und den USA. Seine Erfahrung mit dem Skalieren von Online-Plattformen gilt als strategisch relevant — schließlich setzt Redcare weiterhin auf dieses Wachstumsmodell. Zusätzlich sollen drei neue Mitglieder in den Aufsichtsrat gewählt werden.
Der Kursverfall der vergangenen Monate bildet den düsteren Rahmen für diese Personalentscheidungen. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund die Hälfte ihres Wertes verloren.
Margenziel halbiert, Verlust erwartet
Auslöser des anhaltenden Ausverkaufs war eine fundamentale Kehrtwende bei den Profitabilitätszielen. Im Jahresbericht vom 4. März senkte das Management das mittelfristige Ziel für die bereinigte EBITDA-Marge von ursprünglich über 8 % auf nunmehr mehr als 5 %. Für das Gesamtjahr 2025 erwartet Redcare einen Nettoverlust von 35 Millionen Euro.
Für 2026 prognostiziert das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 13 bis 15 % sowie Rx-Erlöse von mehr als 670 Millionen Euro. Im Non-Rx-Segment wird ein Plus von 8 bis 10 % erwartet. Die bereinigte EBITDA-Marge soll mindestens 2,5 % erreichen — ein Wert, der inzwischen als Mindestschwelle gilt, um das Vertrauen der Investoren schrittweise zurückzugewinnen.
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Rx-Segment als Schutzwall
Der Wettbewerbsdruck bleibt ein zentrales Thema. Der Markteintritt von dm mit der Plattform „dm-med" im Dezember 2025 und Rossmanns angekündigte ähnliche Pläne für dieses Jahr haben Anleger aufgeschreckt — vor allem wegen möglicher Einbußen im margenstarken OTC-Geschäft.
Im verschreibungspflichtigen Segment ist Redcare strukturell besser geschützt. Rossmann hat bestätigt, keine Rezeptmedikamente anzubieten. Redcares CardLink-Lizenz läuft bis Januar 2027, die Integration der GesundheitsID stärkt die Position zusätzlich.
Was der 6. Mai zeigen wird
Trotz des Kurseinbruchs bleibt die Analystengemeinde konstruktiv: Sieben von neun befragten Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, zwei raten zum Halten. Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel liegt bei 94,94 Euro.
Die Quartalszahlen am 6. Mai werden zeigen, ob das neue Management bereits erste operative Spuren hinterlassen hat — und ob die angestrebte Mindestmarge von 2,5 % für 2026 erreichbar bleibt. Gelingt das nicht, dürfte der Abstand zwischen Analystenoptimismus und Marktrealität weiter wachsen.
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