Realty Income gilt als Inbegriff für verlässliche Dividenden aus US-Gewerbeimmobilien. Doch mit den jüngsten Jahreszahlen kündigt der REIT einen strategischen Wandel an. Statt nur auf den etablierten heimischen Markt zu setzen, wagt das Unternehmen den Schritt nach Mexiko und holt sich mit dem Staatsfonds GIC einen kapitalstarken Partner an die Seite.

Solide Zahlen und Prognose

Das operative Geschäft lieferte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 stabile Ergebnisse. Der bereinigte operative Gewinn (AFFO) lag bei 4,28 US-Dollar pro Aktie. Für das laufende Jahr 2026 stellt das Management eine Spanne von 4,38 bis 4,42 US-Dollar in Aussicht, was einem moderaten Wachstum von etwa 2,8 Prozent entspricht. An der Börse wird die Entwicklung positiv aufgenommen: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Plus von gut 14 Prozent und notiert aktuell bei 55,87 Euro.

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Allianz mit GIC und Mexiko-Eintritt

Interessanter als die reinen Finanzkennzahlen ist die neue strategische Ausrichtung. Im Januar 2026 verkündete Realty Income eine Partnerschaft mit dem singapurischen Staatsfonds GIC. Geplant ist ein Joint Venture für Projektentwicklungen (Build-to-Suit) mit einem Gesamtvolumen von über 1,5 Milliarden US-Dollar.

Gleichzeitig expandiert der Konzern erstmals nach Mexiko. Geplant sind Investitionen von 200 Millionen US-Dollar in Industrieimmobilien, vorwiegend in den Regionen Mexiko-Stadt und Guadalajara. Das Management betont, dass die Mietverträge an den US-Dollar gekoppelt sind und mit bonitätsstarken Mietern geschlossen werden, um Währungsrisiken zu minimieren.

Investitionsvolumen soll steigen

Diese Schritte untermauern den Plan, das Investitionstempo deutlich zu erhöhen. Während 2025 insgesamt 6,3 Milliarden US-Dollar investiert wurden, peilt das Management für 2026 ein Volumen von rund 8,0 Milliarden US-Dollar an. Bereits im vierten Quartal 2025 zog die Aktivität mit 2,4 Milliarden US-Dollar spürbar an. Zur Finanzierung dieser Vorhaben nutzt das Unternehmen auch neue Kanäle, wie die Ausgabe von Wandelanleihen und den Start eines Private-Capital-Fonds, der bereits Kapitalzusagen von institutionellen Investoren erhalten hat.

Der Fokus verschiebt sich damit klar von reiner Bestandsverwaltung hin zu einem aktiveren Portfoliomanagement durch diversifizierte Kapitalquellen. Mit einer prognostizierten Belegungsrate von rund 98,5 Prozent und der gesicherten Finanzierung bleibt die Dividendenkontinuität das zentrale Argument für das Unternehmen, während die neuen Märkte nun als primäre Wachstumstreiber fungieren sollen.

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