Realty Income hat am 24. Februar seine Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorgelegt. Während die Erlöse die Erwartungen übertrafen, enttäuschte der Ausblick für 2026 die Anleger. Die Aktie gab im nachbörslichen Handel nach.

Solides Quartal, vorsichtige Prognose

Der auf Einzelhandels- und Gewerbeimmobilien spezialisierte REIT erzielte im vierten Quartal Erlöse von 1,49 Milliarden US-Dollar – deutlich über den Analystenschätzungen von 1,37 bis 1,43 Milliarden Dollar. Die bereinigte Funds from Operations (AFFO) lag bei 1,08 Dollar je Aktie und traf damit die Erwartungen. Der Nettogewinn belief sich auf 296,1 Millionen Dollar oder 0,32 Dollar je Aktie.

Im Schlussquartal investierte Realty Income 2,4 Milliarden Dollar in neue Objekte zu einer durchschnittlichen Anfangsrendite von 7,1 Prozent. Die Auslastungsquote des Portfolios lag bei 98,9 Prozent über mehr als 15.500 Immobilien mit über 1.600 Mietern.

Für das Gesamtjahr 2025 meldete das Unternehmen einen Nettogewinn von 1,1 Milliarden Dollar und eine AFFO von 4,28 Dollar je Aktie. Das Investitionsvolumen summierte sich auf 6,3 Milliarden Dollar bei einer Anfangsrendite von 7,3 Prozent. Das gleichnamige Mietwachstum erreichte 1,3 Prozent.

Guidance enttäuscht die Erwartungen

Der Kursrückgang von rund 0,9 Prozent nach Börsenschluss resultierte aus der Prognose für 2026. Realty Income erwartet eine AFFO zwischen 4,38 und 4,42 Dollar je Aktie – der Mittelwert von 4,40 Dollar liegt unter der durchschnittlichen Analystenschätzung von 4,46 Dollar.

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Als Gründe nannte das Management eine nachlassende Nachfrage und steigende Verwaltungskosten in einem unsicheren makroökonomischen Umfeld. Das gleichnamige Mietwachstum soll 2026 nur noch 1,0 bis 1,3 Prozent erreichen, die Auslastung voraussichtlich auf 98,5 Prozent sinken.

Parallel dazu peilt Realty Income ein ambitioniertes Investitionsvolumen von rund 8,0 Milliarden Dollar für 2026 an – eine deutliche Steigerung gegenüber den 6,3 Milliarden Dollar des Vorjahres. Die Einkommenssteuerbelastung soll auf 100 bis 110 Millionen Dollar steigen.

Expansion nach Mexiko und GIC-Partnerschaft

Neben den Zahlen verkündete Realty Income strategische Weichenstellungen. Im Januar 2026 emittierte das Unternehmen Wandelanleihen über 862,5 Millionen Dollar mit einem Kupon von 3,5 Prozent. Rund 101,9 Millionen Dollar des Erlöses flossen in den Rückkauf von etwa 1,8 Millionen eigenen Aktien.

Zudem ging Realty Income eine strategische Partnerschaft mit dem singapurischen Staatsfonds GIC ein, die ein Joint Venture für maßgeschneiderte Entwicklungsprojekte mit Verpflichtungen von über 1,5 Milliarden Dollar umfasst. Erstmals investierte der REIT auch in Mexiko: Eine auf US-Dollar lautende Industrieimmobilien-Transaktion mit einem Volumen von 200 Millionen Dollar markiert den Markteintritt.

Der US-Private-Fund-Bereich erreichte nach einer weiteren Kapitalerhöhung im Dezember 2025 ein Gesamtvolumen von rund 1,5 Milliarden Dollar. Die Eigenkapitalaufnahme soll bis Ende März 2026 bei 1,7 Milliarden Dollar abgeschlossen werden.

Die Dividende wurde zum 113. Mal in Folge quartalsweise erhöht und stand zum Jahresende bei 3,24 Dollar je Aktie auf Jahresbasis – das Unternehmen zahlte 668 aufeinanderfolgende Monatsdividenden.

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