Puma Aktie: Überraschender China-Deal
Der chinesische Sportartikelriese Anta Sports sorgt mit dem Erwerb von knapp 30 Prozent an Puma für Aufsehen an den Märkten. Besonders der Kaufpreis lässt aufhorchen: Die Chinesen zahlen einen massiven Aufschlag auf den aktuellen Börsenwert des kriselnden deutschen Unternehmens. Mitten in einer tiefgreifenden Restrukturierung wirft dieser strategische Einstieg die Frage auf, ob der neue Großaktionär Potenziale sieht, die der breite Markt derzeit ignoriert.
Einstieg mit deutlicher Prämie
Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Anta Sports übernimmt ein Paket von 29,06 Prozent von der Groupe Artémis und zahlt dafür 1,5 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Preis von 35 Euro je Aktie. Zum Vergleich: Zuletzt notierte das Papier laut Yahoo Finance lediglich bei rund 22,45 Euro.
Dieser enorme Aufschlag von über 50 Prozent gegenüber dem aktuellen Kursniveau signalisiert ein starkes Vertrauen der Chinesen in die Substanz der Marke. Anta finanziert die Transaktion aus eigenen Barmitteln und strebt zwar keine Komplettübernahme an, fordert jedoch eine angemessene Vertretung im Aufsichtsrat.
Die Eckdaten der Transaktion:
- Käufer: Anta Sports (China)
- Verkäufer: Groupe Artémis (Investmentgesellschaft der Familie Pinault)
- Anteil: 29,06 %
- Preis pro Aktie: 35,00 EUR
- Abschluss: Erwartet bis Ende 2026
Strategische Logik statt reiner Finanzinvestition
Hinter dem Einstieg steckt mehr als bloße Kapitalanlage. Anta Sports, bereits Eigentümer von Marken wie Fila und Großaktionär bei Amer Sports (Salomon, Arc'teryx), identifiziert China als ungenutzten Wachstumstreiber für die Deutschen. Während Puma dort bislang nur sieben Prozent seines weltweiten Umsatzes generiert, verfügen die neuen Eigner über die notwendige Marktmacht und Infrastruktur, um diese Quote deutlich zu steigern. Das Portfolio von Anta ergänzt sich dabei mit der Ausrichtung von Puma.
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Harte Realität: Das "Reset-Jahr"
Trotz der Übernahmefantasie bleibt die operative Lage angespannt. Puma befindet sich in einem Übergangsjahr, das von schmerzhaften Einschnitten geprägt ist. Die jüngsten Daten zeichnen das Bild eines Unternehmens im Umbruch:
- Umsatzrückgang: Minus 10,4 Prozent (währungsbereinigt) im dritten Quartal 2025.
- Verlust: Ein berichteter EBIT-Verlust wird für das Gesamtjahr erwartet.
- Sparmaßnahmen: Abbau von 1.400 Stellen bis Ende 2026.
Die Aktie reagierte auf die Nachrichtenlage zuletzt volatil. Die anfängliche Euphorie über den neuen Ankeraktionär wich schnell der Realität der schwachen operativen Performance.
Blick auf den 26. Februar
Für Anleger richtet sich der Fokus nun vollständig auf den 26. Februar 2026. Die an diesem Tag zur Veröffentlichung anstehenden Jahreszahlen für 2025 werden offenlegen, wie stark die Restrukturierungskosten tatsächlich ins Kontor schlagen. Erst diese Datenbasis wird zeigen, ob der hohe Einstiegspreis von Anta eine weitsichtige Wette auf den Turnaround oder eine teure Fehleinschätzung war.
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